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15.06.2019

19 Weltstädte wollen CO2-frei bauen

19 Bürgermeister von Megastädten der ganzen Welt wollen in einer gemeinsamen Erklärung den Klimaschutz stärken und ab 2030 nur noch CO2-freie Gebäude errichten. Vorschriften und Planungspolitik werden auch auf bestehende Gebäude abzielen, um sie bis 2050 auf Null zu bringen und sicherzustellen, dass die Städte die ehrgeizigen Ziele der Pariser Vereinbarung COP21 erfüllen. Unterzeichnet wurde die Erklärung allerdings nicht von deutschen Städten, obwohl Berlin und Heidelberg C40-Mitglieder sind (letzteres jedoch “zeitweilig inaktiv”). Am 23.08.2018 haben sich 19 klimasensible Bürgermeister, die 130 Millionen Stadtbewohner repräsentieren, verpflichtet, die Treibhausgasemissionen ihrer Städte deutlich zu senken, indem sie dafür sorgen, dass ab 2030 neue Gebäude CO2-frei werden. Mit der Unterzeichnung der Net Zero Carbon Buildings Declaration in Paris, London und New York haben sich die Verantwortlichen von Kopenhagen, Johannesburg, London, Los Angeles, Montreal, New York City, Newburyport, Paris, Portland, San Francisco, San Jose, Santa Monica, Stockholm, Sydney, Tokio, Toronto, Tshwane, Vancouver und Washington D.C. im Vorfeld des Weltklimagipfels in San Francisco vom 12. bis zum 14.09.2018 verpflichtet, dass bis 2050 sämtliche Gebäude, ob alt oder neu, den Net Zero Carbon Standards entsprechen werden. “Net-Zero-Gebäude nutzen Energie hocheffizient und decken den verbleibenden Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen. Solche mutigen Verpflichtungen, die eingegangen wurden, sind wesentliche Schritte, um die höchsten Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen und den globalen Temperaturanstieg unter 1,5° C zu halten,” heißt es in der Erklärung der C40-Cities. Gebäude in städtischen Gebieten sind eine der größten Quellen für Treibhausgasemissionen und verursachen im Durchschnitt mehr als die Hälfte der Gesamtemissionen einer Stadt. In London, Los Angeles und Paris machen Gebäude weit mehr als 70% der Gesamtemissionen aus, was eine enorme Chance für Fortschritte bei der Senkung der Emissionen eröffnet. Derzeit sterben jährlich eine halbe Million Menschen vorzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung im Freien. Die Erfüllung der Verpflichtungen erfordert gemeinsame Anstrengungen, da die Stadtverwaltungen nicht die direkte Kontrolle über alle Gebäude einer Stadt haben. Diese Verpflichtung hat daher die Zusage zum Inhalt, mit staatlichen und regionalen Regierungen sowie dem Privatsektor zusammenzuarbeiten, um diesen Wandel voranzutreiben, und fordert die nationalen Regierungen zu gleichberechtigtem Handeln auf. Diese Zusage der Städte ist Teil des Net Zero Carbon Building Commitments des World Green Building Council für Unternehmen, Städte, Staaten und Regionen. Städte, welche die Verpflichtung eingehen, werden Folgendes tun: “Erstellen eines Fahrplans für unser Engagement, um Netto-Null-Carbon-Gebäude zu erreichen. Entwicklung einer Reihe von unterstützenden Anreizen und Programmen. Jährlicher Bericht über die Fortschritte bei der Erreichung unserer Ziele und Bewertung der Durchführbarkeit der Berichterstattung über Emissionen, die über den betrieblichen Kohlenstoff (z.B. Kältemittel) hinausgehen. Darüber hinaus verpflichten sich 13 Städte (Kopenhagen, Johannesburg, Montreal, Newburyport, Paris, Portland, San Jose, Santa Monica, Stockholm, Sydney, Toronto, Tshwane und Vancouver), bis 2030 nur Vermögenswerte mit netto null Kohlenstoff zu besitzen, zu erwerben und zu entwickeln. Um das zu erreichen, werden die Städte “den aktuellen Energiebedarf und die CO2-Emissionen ihrer kommunalen Gebäude bewerten Möglichkeiten zur Reduzierung identifizieren einen Fahrplan für das Engagement zur Erreichung kohlenstofffreier städtischer Gebäude erstellen jährlich über die Fortschritte bei der Erreichung der Ziele berichten und die Durchführbarkeit der Einbeziehung von Emissionen, die über den betrieblichen Kohlenstoff (wie z.B. Kältemittel) hinausgehen, bewerten” Im Vorfeld des Weltklimagipfels fordern die C40 ihre Mitglieds-Städte auf, die Klimaschutzmaßnahmen und -ambitionen zu verstärken – die Ankündigung der 19 ist eine der Verpflichtungen der Städte im Rahmen dieser Initiative.


14.01.2018

CO2-Grenzwert EU setzt Vorgaben für Pkw

Bis 2021 dürfen alle neu zugelassenen Pkw in der EU im Schnitt maximal 95g CO2/km ausstoßen. Dies entspricht einem durchschnittlichen Verbrauch von 3,6 Liter Diesel bzw. 4,1 Liter Benzin. Die EU-Kommission hat nun ihren Vorschlag für die Weiterführung der CO2-Grenzwertregelung bis 2030 veröffentlicht. Konkret beinhaltet der Kommissionsvorschlag folgende Elemente: der CO2-Ausstoß von Neuwagen soll bis 2025 um 15 %, bis 2030 um 30 % verringert werden, ein Anreizmechanismus soll den Absatz von emissionsfreien/-armen Fahrzeugen (i.d.R. Elektroautos) ankurbeln: verkaufen Hersteller in 2025 mehr als 15 %, in 2030 mehr als 30 % solcher Fahrzeuge, werden im Gegenzug ihre CO2-Vorgaben abgeschwächt, die tatsächlichen CO2-Emissionen sollen im Rahmen der Marktüberwachung mittels Verbrauchsmessgeräten in den Fahrzeugen erfasst und jährlich für jeden Hersteller veröffentlicht werden.


28.04.2017

Neues Messverfahren für CO2-Ausstoß beschlossen

Die CO2-Werte von erstmals zugelassenen Pkw sollen ab dem 01.09.2018 nach einem neuen, weltweit abgestimmten Verfahren ermittelt werden. Wie das Bundesministerium der Finanzen am 28.04.2017 mitteilte, sieht dies ein Gesetzentwurf vor, den der Bundestag angenommen hat. Der Stichtag soll auch für die Bemessung der Kfz-Steuer gelten, die unter anderem auf dem Schadstoffausstoß basiert. Realitätsnähere CO2-Emissionswerte Die von der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) entwickelte weltweit harmonisierte Testprozedur zur Ermittlung der Abgasemissionen leichter Kraftfahrzeuge ("Worldwide harmonized light duty test procedure" – WLTP) verfolge das Ziel, zukünftig realitätsnähere CO2-Emissionswerte im Rahmen der Typgenehmigung zu erhalten. Die Ermittlung der CO2-Emissionen unterscheide sich erheblich von dem derzeit maßgeblichen NEFZ-Verfahren ("Neuer Europäischer Fahrzyklus").


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