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19.03.2019

CO2-Emissionen senken – Welche Lösungen bieten sich an?

Erneuerbare Energien sind für ein klimafreundliches Energiesystem der Zukunft von zentraler Bedeutung. Doch ihr Ausbau erfordert Zeit und hohe Investitionen in neue Anlagen und Infrastrukturen. Erdgas bietet auf bestehender Infrastruktur emissionsarme Lösungen für den Verkehr-, den Gebäude- und den Stromsektor – und das bereits heute. Durch den verstärkten Einsatz von Erdgastechnologien können sofort große Klimaerfolge erzielt werden. Mit Erdgas im Tank sinkt der CO2-Ausstoß um bis zu 25 Prozent gegenüber Benzin, mit reinem Bio-Erdgas fährt man sogar nahezu CO2-frei. Auch im Gebäudebereich kann jeder seinen Teil zur CO2-Einsparung beitragen. Insgesamt würde ein Austausch aller veralteten Heizsysteme in deutschen Wohnhäusern mit effizienten Gas-Heizungen mindestens 30 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Und in der Stromerzeugung könnte ein Umstieg von Kohle auf Erdgas den CO2-Ausstoß sogar um bis zu 70 Prozent CO2 senken. Gas eignet sich aber nicht nur für eine schnelle Reduzierung der CO2-Emissionen. Auch langfristig bietet es Lösungen für eine klimafreundliche Energiezukunft. So können Biomethan und synthetisch erzeugtes Gas, das mit Hilfe des Power-to-Gas Verfahrens aus erneuerbarem Strom gewonnen wird, das fossile Erdgas sukzessive ersetzen. Damit wird Gas langfristig immer grüner. Der Klimawandel wird unsere Welt nachhaltig verändern. Extreme Wettereignisse, schmelzende Polkappen und ein steigender Meeresspiegel – das alles sind mögliche Folgen der globalen Erderwärmung, die große ökologische und ökonomische Veränderungen mit sich bringen können. Grund für die Erderwärmung ist vor allem die erhöhte CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Auch der Mensch trägt zum CO2-Ausstoß bei, zum Beispiel in der Industrie, in der Energieerzeugung und im Verkehr. Um den Risiken und Folgen des Klimawandels effizient zu begegnen, hat die internationale Staatengemeinschaft am 12. Dezember 2015 das Pariser Klimaabkommen verabschiedet. Darin hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet, die globale Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Auch Deutschland zählt zu den 197 Unterzeichnern und hat damit seinen Willen zu nachhaltigem Klimaschutz bekräftigt. Deutschland versteht sich als Vorreiter beim Klimaschutz. Doch zwischen Worten und Taten klafft eine Lücke, denn der deutsche CO2-Ausstoß ist in den letzten Jahren kaum gesunken.


17.01.2019

CO2-Konzentration in der Atmosphäre wird auch 2019 weiter ansteigen

2018 haben die CO2-Emissionen weiter zugenommen, die britische Wetterbehörde erwartet auch in diesem Jahr eine beunruhigende Rekordzunahme der CO2-Konzentration Das Umweltbundesamt berichtete vergangene Woche, dass die Treibhausgasemissionen 2017 in Deutschland leicht gesunken seien. Mit 906,6 Millionen Tonnen seien es 4,4 Millionen oder 0,5 Prozent weniger als 2016 und 27,5 Prozent weniger als 1990. Eigentlich müssten bis 2030 die Emissionen um 55 Prozent weniger geworden sein. Angestiegen sind aber die verkehrsbedingten Emissionen, sie liegen 2 Prozent über dem Wert von 1990. Schuld seien mehr Fahrzeuge, mehr Güter auf der Straße und immer größere und schwerere Autos. EU-weit sind nach Schätzungen der EU-Umweltbehörde die Emissionen allerdings um 0,6 Prozent angestiegen, vor allem in Spanien, Polen und Frankreich, während den größten Rückgang Dänemark, Finnland und Großbritannien verzeichneten. Dagegen sollen die Treibhausgasemissionen in den USA stark zugenommen haben. Das wäre auch wenig erstaunlich mit einem Präsidenten, der die Klimaerwärmung für eine gegen die USA gerichtete Verschwörung betrachtet, die saubere Kohle propagiert und den Ausbau der Ölförderung unterstützt. Nach der Rhodium Group sind die CO2-Emissionen nach einem dreijährigen Rückgang letztes Jahr schätzungsweise um 3,4 Prozent angestiegen - und das trotz Stilllegung von Kohlekraftwerken und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien, allerdings hat überwiegend Erdgas den Kohleausfall kompensiert. Auch hier war der Verkehrssektor maßgeblich. Der Global Carbon Project erwartet, dass die weltweiten Emissionen auch angestiegen, um 2,7 Prozent, also weniger als in den USA, aber da sie auch schon 2016 um 1,6 Prozent angestiegen sind, dürfte es auch 2019 weiter nach oben anstatt nach unten gehen. Die größten Verschmutzer sind Indien und China. Nach dem Oktober-Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change müssten die Emissionen, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, um 50 Prozent weniger werden und bis 2050 auf Null zurückgehen. Die Klimakonferenz in Katowice im Dezember hat es erwartungsgemäß nicht erreicht, einen Weg zu finden, wie die Staatengemeinschaft über Selbstverpflichtungen hinaus realistisch das 1,5-Grad-Ziel erreichen könnte. Was 2019 betrifft, ist auch die britische Wetterbehörde, die Met, wenig optimistisch. Die CO2-Konzentration wird voraussichtlich auf eine Rekordhöhe anwachsen, so berichtet sie, nächstes Jahr würden sich noch mehr in der Atmosphäre ansammeln, da die natürlichen CO2-Senken durch Veränderungen des tropischen Klimas weniger aufnahmen. Abhängig von den Temperaturen des Pazifik schwankt die Aufnahme von CO2-Emissionen durch die Ökosysteme. In den Jahren, in denen der tropische Pazifik wärmer wird, werden nach dem Met viele Regionen wärmer und trockner, was das Pflanzenwachstum und damit die Aufnahme von CO2 beeinträchtigt. Ist der Pazifik wie vergangenes Jahr kälter, kann mehr CO2 aufgenommen werden. Die Klimawissenschaftler konnten den Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre bislang ziemlich genau vorhersagen. Gemessen wird sie seit 1958 auf der Beobachtungsstation Mauna Loa auf Hawaii, die derzeit wegen des Shutdowns der Regierung mitsamt Website geschlossen ist. Im Mai wurde dort mit 411 ppm der höchste Durchschnittswert für einen Monat gemessen, 1960 waren es noch weniger als 320 ppm. Danach beschleunigt sich die CO2-Zunahme in der Atmosphäre weiter von durchschnittlich 0,9 ppm jährlich in den 1960er Jahren auf 1,5 ppm in den 1990er Jahren auf 2,2 ppm im vergangenen Jahrzehnt. 2016 auf 2017 erhöhte sich der Wert auf 2,3 ppm, zum sechsten Mal nacheinander war damit die jährliche Zunahme höher als 2 ppm. Vor 2012 kam dies nur zweimal vor. Nach dem Met Office würde die CO2-Konzentration in der Atmosphäre 2019 durchschnittlich um 2,75 +/- 0,58 ppm höher sein als 2018. Das wäre zwar ein Rekordhoch, aber weniger als 2015-2016 und 1997-1998 aufgrund des El Nino-Effekts und einer dadurch größeren Erwärmung des Pazifiks. Im Mai wird erwartet, dass die Konzentration auf etwas mehr als 414 ppm ansteigt, der Durchschnitt soll bei etwas mehr als 411 liegen, in anderen Monaten sollen es 408 ppm sein.


28.03.2018

Deutschlands CO2-Budget für 2018 verbraucht

217 Millionen Tonnen Kohlendioxid darf Deutschland 2018 ausstoßen, wenn es die Pariser Klimaziele einhalten will. Nun ist der Wert für dieses Jahr einer Studie zufolge bereits erreicht worden. Mit dem Pariser Abkommen von 2015 hielten viele den Durchbruch im weltweiten Klimaschutz für gekommen - doch die Umsetzung stellt die meisten Industrienationen auch zweieinhalb Jahre später vor Herausforderungen. Deutschland hat Berechnungen zufolge sein Budget für 2018 schon ausgereizt: Bis zum 28. März wurden demnach bereits 217 Millionen Tonnen umweltsch?dliches Kohlendioxid ausgestoßen. Das ist so viel, wie für das ganze Jahr zulässig ist, wenn die Bundesrepublik die vereinbarten Klimaziele einhalten will. Deutschland hat bereits CO2-Obergrenze erreicht


28.03.2017

Co2 Jahresbudget schon aufgebraucht

Der selbsternannte Klimaschutz-Vorreiter bekommt schlechte Noten: Einer Studie zufolge hat Deutschland in den ersten drei Monaten sein gesamtes Jahresbudget an CO2-Emissionen bereits verbraucht. Auch in den kommenden Jahren ist keine Besserung in Sicht. Deutschland hat in den ersten drei Monaten bereits so viel Kohlendioxid ausgestoßen wie es im gesamten Jahr 2017 freisetzen dürfte, um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Bis 2050 dürfe Deutschland jedes Jahr durchschnittlich 220 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen, ohne das Weltklima zu gefährden, sagte der Vorsitzende der Brancheninitiative Zukunft Erdgas, Timm Kehler, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Deutschland habe jedoch bereits am 3. April sein "gesamtes Budget für 2017 verbraucht". Kehler berief sich auf eine Studie der Berliner Nymoen Strategieberatung. In der Studie wurde das weltweite CO2-Budget des Klimaabkommens mittels Pro-Kopf-Schlüssel auf Deutschland umgerechnet. Demnach fielen hierzulande die meisten CO2-Emissionen beim Autofahren, Fliegen, bei der Stromerzeugung und fürs Heizen an. Verbesserungen beim Klimaschutz dringend nötig Die Bundesregierung hat sich eigentlich dazu bekannt, den CO2-Ausstoß zwischen 2010 und 2050 auf neun Milliarden Tonnen CO2 zu reduzieren, um die globale Erderwärmung auf ein beherrschbares Maß von unter zwei Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Allerdings sagt die Studie auch für die nächsten drei Jahre voraus, dass dieses fiktive CO2-Budget schon im April des jeweiligen Jahres erschöpft sein wird. Die Bilanz mache deutlich, dass noch viel verbessert werden müsse, sagte Kehler: "Wir müssen so wirtschaften, dass wir bis zum 31. Dezember mit unserem Budget auskommen." Dazu könnte die Modernisierung alter Heizungsanlagen einen wesentlichen Beitrag leisten, ebenso die Umstellung der Stromerzeugung von Braunkohle auf Erdgas. Ende 2015 war bei der UN-Klimakonferenz in Paris ein globales Klimaschutzabkommen beschlossen worden. Es sieht vor, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad, mindestens aber auf weniger als zwei Grad zu begrenzen.


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