25.01.2020

Eine sehr deutsche Diskussion

Ausgerechnet Porsche setzt auf Nachhaltigkeit. Was Vorstandschef Oliver Blume über röhrende Motoren, SUV-Vorlieben in anderen Ländern und das Einkaufen ohne Plastiktüten denkt, hat er Philipp Vetter und Olaf Preuß erzählt 

Oliver Blume hat einen Taycan mit zum WELT-Wirtschaftsgipfel nach Berlin gebracht. Noch ist der erste Elektro-Porsche eine absolute Seltenheit auf deutschen Straßen und fällt entsprechend auf. Doch geht es nach Porsche-Chef Blume, werden schon bald viele Batterie-Sportwagen durchs Land fahren.

 

Herr Blume, alle reden über Klimaschutz. Haben Sie Ihr Verhalten dadurch verändert?

Oliver Blume:

Ja, die größere Aufmerksamkeit für den Klimawandel in den letzten Monaten hat dazu geführt, mein eigenes Verhalten zu überprüfen und anzupassen. Selbst wenn es kleinere Dinge sind: Ich nutze zum Beispiel häufig öffentliche Verkehrsmittel. Und ich versuche, auf Plastiktüten zu verzichten, und bringe beim Einkaufen meine eigenen Taschen mit. Zudem kompensiere ich CO2 bei Flügen. Es gibt immer Möglichkeiten, sich zu verbessern – beim eigenen Verhalten fängt es an.

Glauben Sie, dass viele Porsche-Kunden so ticken wie Sie, oder wollen die immer noch den röhrenden Motor?

Vielen Kunden gefällt beides, so wie mir auch. Die drei wichtigsten Gründe für den Kauf eines Porsche sind die Marke, das Produkt und das Design. Nach der Vorstellung unseres ersten Elektromodells Taycan haben sich viele Kunden gemeldet und gesagt: Genau dieses Auto suche ich. Als Porschefahrer will man Trendsetter sein, die neuesten technologischen Möglichkeiten nutzen. Und mit dem Taycan kann man sportlich und zugleich CO2-frei fahren, sozusagen mit gutem ökologischen Gewissen. Wir sind ein Pionier für nachhaltige Mobilität, verbinden den Sportwagen mit Nachhaltigkeit.

Ein Porsche muss also nicht röhren?

Manche sagen Nein, andere sagen: auf jeden Fall! Wir bieten dem Kunden beide Fahrgefühle. Deshalb optimieren wir auch die Emissionen unserer Benzinantriebe kontinuierlich weiter. In meiner Generation lieben viele den Sound. Wir haben gelernt, dass er mit Beschleunigung und Fahrdynamik gleichzusetzen ist. In der Realität hat der Sound nichts mit den Fahreigenschaften zu tun. Meine Kinder werden in Zukunft einen röhrenden Motor nicht mehr damit verbinden, wie leistungsstark ein Fahrzeug ist. Sie setzen eher auf ein innovatives, digitales Auto – wie den Taycan.

 

 

 

Das klingt alles, als würde sich Porsche demnächst den Forderungen von Fridays for Future anschließen.

Ich finde es erst mal positiv, dass die Klimadiskussion noch mehr an Bedeutung gewonnen hat. Das gibt uns auch immer wieder neue Impulse, unsere eigene Strategie zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Wir setzen dabei auf eine flexible Antriebsstrategie: emotionale Verbrenner wie den 911, starke Hybride wie beim Cayenne und Panamera und innovative E-Mobile wie den Taycan. Alles, was wir machen, ist typisch Porsche, wird aus dem Motorsport abgeleitet und immer nachhaltiger.

Einige in der Autobranche warnen aber auch, dass das Tempo, das gerade beim Klimaschutz gefordert wird, die Industrie überfordert.

Wichtig ist, die richtige Balance zu finden. Umfassende Veränderungen passieren nicht von heute auf morgen. Unternehmen tragen Verantwortung für Mitarbeiter, Arbeitsplätze und für wirtschaftliche Erfolge, die dann wieder über Steuern zahlreiche nachhaltige Maßnahmen möglich machen. Aus ökologischer Perspektive kann es nicht schnell genug gehen, gleichzeitig muss man dabei auch das Machbare berücksichtigen. Wir als Industrie stehen gemeinsam in der Pflicht zu zeigen, was technologisch möglich ist und wo es Grenzen gibt. Das ist wie im Sport: Wenn ich die Latte zu hoch lege, dann springt am Ende keiner mehr.

Sie wollen in Zukunft nicht nur Elektroautos verkaufen, sondern auch klimaneutral produzieren. Wie soll das gehen?

Indem wir ein klares, langfristiges Ziel haben. Porsche soll eine Zero-Impact-Company werden. Also ein Unternehmen ohne ökologischen Fußabdruck. Wichtig auf diesem Weg sind messbare Etappenziele. Beispielsweise nutzen seit drei Jahren alle deutschen Porsche-Betriebsstätten zu 100 Prozent Naturstrom. Und in der Produktion haben wir den CO2-Ausstoß pro Fahrzeug in den vergangenen fünf Jahren um 75 Prozent gesenkt. Zudem stellen wir klare Regeln für unsere Zulieferer auf. Und wir lassen uns von einem Nachhaltigkeitsbeirat mit renommierten Experten beraten. Wir haben erste positive Schritte gesetzt. Gleichzeitig liegt noch viel Arbeit vor uns.

 

 


04.04.2020

Deshalb hilft die Corona-Krise nicht dem Klima

Es sind schöne Bilder, die die ESA vergangene Woche herausgegeben hat: Der Ausstoß von Stickstoffdioxid über Europas Großstädten war deutlich sichtbar zurückgegangen (siehe Bild). Und doch – langfristig bringt es wohl nichts.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat davor gewarnt, falsche Schlüsse aus dem Klima-Effekt der Corona-Krise zu ziehen. Die Emissionen von Treibhausgasen gingen derzeit zwar zurück, doch sei dieser Effekt „nicht nachhaltig“, sagte Schulze den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Neue Satellitenbilder hatten die Herzen der Umweltschützer kurzfristig höher schlagen lassen:

Krisen bringen keine modernen Strukturen

Es handle sich nur um ein "kurzfristiges Phänomen", das beim Schutz des Erdklimas nicht weiterhelfe, sagt Schulze. Durch die von der Pandemie ausgelöste Wirtschaftskrise entstünden keine "moderneren Strukturen" für den Klimaschutz.

Durch das Nachlassen der wirtschaftlichen Aktivität und des Auto- wie Flugverkehrs in der Corona-Krise verringert sich derzeit weltweit der Ausstoß der klimaschädlichen Gase. Auch die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hatte am Dienstag jedoch vorhergesagt, dass die positiven Auswirkungen auf das Klima "wahrscheinlich nur sehr gering" sein würden. So sei abzusehen, dass der CO2-Ausstoß wieder ansteige, sobald die Pandemie überstanden sei und die Weltwirtschaft wieder anlaufe.

Auch Tobias Koch, Umweltökonom und DASDING-Redakteur erklärt:

Wie zum Beweis wurde am Mittwochabend die Klimakonferenz der Vereinten Nationen wird wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Die Konferenz sollte eigentlich im November im schottischen Glasgow stattfinden. Die Entscheidung sei gemeinsam von den Vereinten Nationen und den beiden Veranstaltern, Großbritannien und Italien, getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung. Die Konferenz soll nun im kommenden Jahr abgehalten werden. Das genaue Datum stehe aber noch nicht fest.

Christian Kreutzer

SWR3


12.05.2020

Coronavirus - bei GO! kontaktlose Zustellung und Abholung eingerichtet

Ab Montag, 23. März, stellt der Express- und Kurierdienstleister GO! Express & Logistics auf die kontaktlose Zustellung und Abholung um. Dabei gehen präventive und logistische Maßnahmen Hand in Hand - zum Schutz von Kunden, Versendern, Empfängern und Kurieren. 

Das Coronavirus breitet sich weiter aus und damit verbundene Restriktionen und Vorkehrungen nehmen zu. Auch GO! Express & Logistics verstärkt ihre Schutzmaßnahmen und stellt auf die kontaktlose Zustellung bzw. Abholung um, um direkten Kontakt zwischen Kunde, Versender, Empfänger und Kurier zu vermeiden - und um damit alle Beteiligten zu schützen. Das bedeutet: Für die Dauer der Krise ist eine direkte Unterschrift nicht nötig. Zusätzliche Informationen für Versender oder Empfänger, z. B. zur Zustell- oder Abholzeit, können durch die Buchung eines telefonischen Avis erfolgen. Das Abstellen von Sendungen an einem festgelegten Alternativort mithilfe einer Abstellgenehmigung ist ebenso möglich. Diese Leistungen können natürlich auch bei Abholungen in Anspruch genommen werden. Diese Maßnahmen sind grundsätzlich für alle Services möglich, ausgenommen solche, für die eine gewisse Legitimation, wie z. B. bei der Code-Zustellung, ein zentraler Dienstleistungsbestandteil ist. 

"Als Dienstleister für in dieser Zeit systemrelevante Branchen wie den Healthcare-Bereich wollen wir mit allem unterstützen, was die Lieferkette und somit die lückenlose Versorgung sichern kann", betont Ulrich Nolte, Geschäftsführer der GO! Deutschland. "Selbstverständlich haben wir alle betriebsinternen und operativen Abläufe in unserem Unternehmen auf die grundsätzlichen Präventionsempfehlungen der WHO, des Robert Koch-Instituts und des Bundesgesundheitsministeriums ausgerichtet bzw. angepasst." 

Parallel dazu habe der Express- und Kurierdienstleister seine Lagerkapazitäten erhöht, um seinen Kunden zusätzliche Flächen zur Sicherstellung einer Waren- und Produktverfügbarkeit anzubieten und verstärke darüber hinaus seinen Wochenend-Service. 

Nationaler und internationaler Transport möglich - Risikogebiete ausgenommen 

Ziel von GO! ist eine reibungslose Abwicklung der erteilten Transportdienstleistungen im Rahmen der aktuellen gesetzlichen und behördlichen Grenzen und Vorgaben. So können - mit Ausnahme der behördlich ausgewiesenen Risikogebiete - aktuell Abholungen und Zustellungen national wie international abgewickelt werden. Aufgrund von Grenzkontrollen kann es zu Verzögerungen kommen. Soweit möglich und rechtlich zulässig, bemüht sich GO! auch um die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen. Bei der Bereitstellung der Services folgt der Express- und Kurierdienstleister seinem Pandemieplan, der laufend angepasst wird. So steht das Unternehmen in ständigem Austausch mit den zuständigen Stellen, um jeweils aktuell auf veränderte Situationen angemessen reagieren zu können und die Kunden entsprechend zu informieren. GO! weist darauf hin, dass die Vorgaben der Behörden zu Service-Einschränkungen führen können, die im Interesse der Gesundheit aller strikt eingehalten werden. 

Über GO! EXPRESS & LOGISTICS 

GO! Express & Logistics ist Europas größter konzernunabhängiger Anbieter von Express- und Kurierdienstleistungen. Das weltweit operierende Partnernetzwerk wurde 1984 gegründet und umfasst aktuell über 100 GO! Stationen in Europa. Rund 1.400 Mitarbeiter und 1.200 Kuriere sind täglich im Einsatz und sorgen für den Transport der jährlich mehr als 7,5 Millionen Sendungen. 

GO! bietet unter dem Motto "Alles außer_gewöhnlich" ein breites Portfolio an Logistiklösungen: vom regionalen Kuriertransport bis hin zum weltweiten Expressversand. Von Waren, Dokumenten und besonders zeitkritischen Sendungen bis hin zu sensiblen Versandinhalten oder komplexen Logistikanforderungen. Maßgeschneiderte Lösungen für Branchen und vielfältige Value Added Services runden das Portfolio an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr ab. 

Mehr unter www.general-overnight.com

 


14.06.2020

Erste Apotheke in Köln Co2frei

Die Wiesel Apotheke ist als erste Kölner Apotheke CO₂FREI zertifiziert.
Naturheilkunde ist unsere Leidenschaft. Folglich genießt auch der Umweltschutz bei uns einen besonderen Stellenwert. Durch ökologisches Handeln neutralisieren wir nun nachhaltig unseren CO2-Ausstoß und sind stolz darauf, mit einem Partner zusammen zu arbeiten, der uns vor Ort, bei der Umsetzung unserer Klimastrategie unterstützt und den Umweltschutz genauso ernst nimmt wie wir. 
 


20.09.2020

Google will vollständig CO2-neutral werden

Der IT-Konzern Google will bis 2030 komplett CO2-frei arbeiten - und das nicht nur bilanziell, sondern real und zu jeder Zeit.
 
Nachdem sich das Unternehmen bereits seit 2017 ausschließlich mit erneuerbarem Strom versorge, wolle man bis zum Ende des Jahrzehnts eine völlige CO2-Neutralität aller Rechenzentren und Liegenschaften erzielen, heißt es in einer Mitteilung von Google-CEO Sundar Pichai vom 14. September.

Die sei der bislang ambitionierteste „Moonshot“ in Sachen Nachhaltigkeit, betont Pichai. Mit Moonshots bezeichnet Google technologische Großprojekte, die mit der Mondlandung vergleichbar seien. Um das Ziel zu erreichen, wolle man unter anderem verstärkt künstliche Intelligenz einsetzen, um die Prognosen von Stromerzeugung und Stromverbrauch zu optimieren. Bereits im April 2020 hatte Google einen Algorithmus vorgestellt, der die Auslastung von Rechenzentren entsprechend des jeweils verfügbaren Erneuerbaren-Stroms steuert. 

Künftig könnten auf diese Weise Workloads zeitlich und räumlich zwischen den global verteilten Google-Rechenzentren verschoben werden, je nachdem, wo sie gerade am umweltfreundlichsten erledigt werden können. „Das bedeutet, jede mit G-Mail versendete Botschaft, jedes auf Youtube betrachtete Video könnte zu jedem Zeitpunkt mithilfe von erneuerbarer Energie realisiert werden“, so Pichai.

Mittels künstlicher Intelligenz habe das Unternehmen auch bereits den Kühlbedarf seiner Data Center um 30 % reduziert. Nun wolle man eine entsprechende Lösung für den Gebäudesektor weltweit kommerziell anbieten. 

Um die geplanten Anstrengungen zu unterstreichen, habe Google mit dem 14. September seinen gesamten bisherigen CO2-Fußabdruck seit der Gründung im Jahr 1998 durch den Aufkauf von CO2-Zertifikaten kompensiert, sagte Pichai: „Mit dem heutigen Tag sind wir CO2-neutral.“

20.10.2020

Erste Apotheke in der Kölner Innenstadt auf der Dürener Strasse stellt sich klimaneutral

Nachhaltiges Bewußtsein für Gesundheit und Umwelt gehören für uns untrennbar zusammen.

Aus diesem Grund haben wir uns als Valder Apotheke Gedanken gemacht, wie wir bei all den Lieferdiensten zukünftig einen sinnvollen Beitrag leisten und unsere Umwelt entlasten können.

Wir haben alle unsere Aktivitäten rund um das Thema Gesundheitsversorgung für Sie als unsere Kunden in der Apotheke analysiert und daraus einen CO2-Wert ermittelt.

Demzufolge haben wir 53 Korbweiden in der Eifel gepflanzt.

Hierdurch ist es uns jetzt gelungen, den Betrieb unserer Apotheke Klimaneutral zu stellen.

Sollten Sie aus gesundheitlichen Gründen einmal nicht persönlich zu uns kommen können, so versorgen wir Sie auch gerne mit unserem täglichen Botendienst.

Bei uns kommen Ihre Medikamente kurzfristig und schnell mit dem Fahrrad zu Ihnen nach Hause.

So sind wir immer persönlich und umweltfreundlich im Einsatz für Ihre Gesundheit.

 

Ihr Team der Valder Apotheke

www.valder-apotheke.de



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