Aktuelles
12.07.2019
Die Klimaversprechen der Dax-Konzerne

Die Bundeskanzlerin verspricht, dass Deutschland bis 2050 klimaneutral werde...

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15.06.2019
19 Weltstädte wollen CO2-frei bauen

19 Bürgermeister von Megastädten der ganzen Welt wollen in einer gemeinsamen Erklärung den Klimaschutz stärken und ab 2030 nur noch CO2-freie Gebäude errichten...

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15.04.2019
Daimler soll CO2-frei werden – Aktie steigt

Der designierte Daimler-Chef Ola Källenius will Daimler bis spätestens 2040 CO2-frei machen, schreibt das "Manager Magazin"...

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Presseschau

10.07.2019

Bahntransporte von Audi sind ab sofort CO2-frei

Sämtliche Bahntransporte der Audi AG in Deutschland sind ab sofort CO2-frei. Als erstes Unternehmen in Deutschland wickelt Audi damit seine Logistikverkehre auf der Schiene vollständig klimaneutral ab.

Audi, Logistik, Zug

Mit der Umstellung der Bahn-Transporte verfolgt Audi sein Ziel, Automobile künftig komplett CO2?neutral herzustellen. - Bild: Audi

Durch das Umstellen auf das Produkt „DBeco plus“ von DB Cargo spart das Unternehmen jährlich mehr als 13.000 Tonnen CO2 ein und erreicht ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur CO2-neutralen Produktion. Bereits seit 2010 setzt Audi auf den umweltfreundlichen Schienentransport „DBeco plus“ für seine Automobile, wie das Unternehmen via Pressemitteilung erklärt.

Seit dem 1. August 2010 fährt der sogenannte „grüne Zug“ von Ingolstadt an den Nordsee-Verladehafen Emden. Damit nutzte Audi als erstes Unternehmen Züge mit Ökostrom. Seit 2012 fahren auch auf der Verbindung vom Audi-Standort Neckarsulm nach Emden „grüne Züge“. Auf beiden Strecken wurden seitdem knapp 1.600.000 Automobile transportiert und 63.000 Tonnen CO2 eingespart.

Pro Tag werden rund 25 Züge abgefertigt

„Durch die Umstellung reduzieren wir den CO2-Ausstoß unserer Logistikverkehre erheblich und leisten einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz“, sagt Heiko Schultz, Leiter Transportlogistik der AUDI AG. Sieben Jahre nach dem Start des Projektes fahren nun alle Audi-Transporte mit DB Cargo von und zu den beiden deutschen Produktionsstandorten CO2-frei.

Darin einbezogen sind nicht nur Züge, die die beiden deutschen Produktionsstandorte verlassen (Outbound), sondern auch sämtliche Bahn-Transporte, die in den Werken ankommen (Inbound). Auch Bauteile und Materialien von Lieferanten, die in den Produktionsprozess gelangen, zählen dazu.

Pro Tag werden rund 25 Züge mit Material und Fahrzeugen an den beiden deutschen Standorten abgefertigt. „Wir freuen uns, als erster Schienenlogistiker unsere Transporte CO2-frei zu gestalten und damit einen wichtigen Beitrag zu Audis Ziel der CO2-neutralen Produktion zu leisten“, ergänzt Jens Nöldner, CEO von DB Cargo Logistics.

Audi will Autos künftig komplett CO2?neutral herstellen

DB Cargo hat für das Produkt „DBeco plus“ zunächst den spezifischen Energiebedarf zur Durchführung der Transporte ermittelt.  Für die Abwicklung des Schienenverkehrs ersetzt DB Cargo dann die benötigte Energiemenge komplett durch Ökostrom, der ausschließlich aus einheimischen erneuerbaren Energiequellen bezogen wird.

DB Cargo bildet damit die Transporte für Audi CO2-frei ab und investiert zusätzlich zehn Prozent der Erlöse in den Ausbau von Anlagen, die regenerativen Strom erzeugen oder speichern. Das Klima wird somit durch die Transporte von Audi in doppelter Hinsicht geschützt, wie der Auotbauer mitteilt.

Mit der Umstellung der Bahn-Transporte verfolgt Audi sein Ziel, Autos künftig komplett CO2?neutral herzustellen. Audi ließ seinen CO2-Fußabdruck 2014 als erstes Unternehmen nach der weltweit gültigen Norm ISO 14064 zertifizieren und leitet aus den Ergebnissen Maßnahmen zur Reduktion seines ökologischen Fußabdrucks ab.

Dafür wertete das Unternehmen Emissionen in allen Lebenszyklusabschnitten eines Automobils detailliert aus, um darauf basierend Maßnahmen zur weiteren Reduktion abzuleiten. Gutachter der DEKRA Certification GmbH und der DEKRA Certification Inc. überprüften und bestätigten zugrunde gelegte Datenquellen und Berechnungen. 




28.05.2019

Portugiesische Insel soll CO2-frei werden

Nur Windkraft, Solarenergie und Elektroautos: Auf der portugiesischen Insel Porto Santo sollen gut 5.000 Menschen bald völlig CO2-frei leben. Elektroautos dienen dabei nicht nur als Fahrzeuge, sondern auch als temporäre Energiespeicher.

Auf der portugiesischen Insel Porto Santo wird es niemals kalt und selten heiß. Die Luft ist konstant trocken und mild, Klimaanlagen und Heizung braucht es hier kaum. Die Insel nahe Madeira ist kaum größer als der Berliner Bezirk Mitte. Der Bedarf an moderner Energieversorgung ist trotz des stabilen Klimas hoch, denn der Strom kommt hier oft noch aus einem Dieselgenerator. Ein ideales Testgebiet für das Projekt, das die Münchener Firma The Mobility House (TMH) gemeinsam mit Renault und dem örtlichen Energieversorger gestartet hat.

In drei Jahren soll Porto Santo mit seinen gut 5.000 Einwohnern praktisch CO2-frei werden. Dann soll es nur noch Elektroautos geben, und der Strom dafür soll ausschließlich durch Windräder und Photovoltaikanlagen erzeugt werden. Bei durchschnittlich zehn Sonnenstunden pro Tag selbst im Winter scheint vor allem die Solartechnik vielversprechend.

Die beteiligten Firmen sehen das Projekt als Modell für eine Zukunft, in der selbst ganze Städte CO2-frei funktionieren könnten. Der Clou an dem Konzept ist, dass die Stromspeicher der E-Autos in zwei Seiten arbeiten. Sie können also nicht nur geladen, sondern auch gezielt entladen werden. Außerdem ermögliche eine neue Technologie den Anschluss an das lokale Stromnetz. Die Batterien werden damit zu temporären Speichern, wenn gerade mehr Energie erzeugt als gebraucht wird – und zu Reserven im umgekehrten Fall. Hinzu kommen so genannte Second-Life-Batterien, also ausgediente Fahrzeugakkus, die der französische Automobilhersteller zur Verfügung stellt und die als zusätzliche Speicher dienen sollen.

Die zweite wichtige Voraussetzung für das Funktionieren des Konzeptes ist die intelligente Steuerung. Über eine selbst entwickelte Software und eine Internetverbindung an jeder Ladesäule kann TMH von München aus die Ladevorgänge steuern und überwachen. Dadurch könne sofort auf die steigende oder sinkende Nachfrage des Energieversorgers reagiert werden, wodurch ein kostengünstiges und stabiles Stromnetz gewährleistet werde. Das Unternehmen will mit dem Projekt auch beweisen, dass eine nachhaltige Energieversorgung ohne einen teuren Netzausbau möglich sein kann. Wenn nicht überall, so doch auf Inseln, in Städten, Flughäfen oder Stadien.

Im Sommer 2018 wurden die ersten 20 Elektroautos an öffentliche Einrichtungen, private Unternehmen und Bewohner der Insel übergeben. Damit läuft nun der Praxistest, für den 40 Ladestationen zur Verfügung stehen.

TMH ist aber schon jetzt überzeugt, dass sich das Konzept bewähren und vor allem auch bei der Bevölkerung auf Zustimmung stoßen wird. Denn die gut 1.000 E-Autos, die ab 2022 zur Verfügung stehen sollen, dürften kostenlos genutzt werden. Außerdem werde der Strompreis durch Wind und Sonne im Vergleich zu den Dieselgeneratoren drastisch sinken: Von mehr als 50 Cent pro Kilowattstunde auf nur noch drei bis vier Cent.




10.03.2019

Europa will CO2-frei werden

Wie könnte eine langfristige Strategie der EU im Kampf gegen den Klimawandel aussehen? Ende 2018 hat die Europäische Kommission eine Reihe von Dokumenten veröffentlicht, in der verschiedene Optionen vorgestellt wurden, was die Klimastrategie bis 2050 für die EU anbelangt. Die Dokumente liefern die Basis für die offizielle Langzeitstrategie, die die EU 2020 den Vereinten Nationen vorlegen muss - wie beim Pariser Abkommen 2015 vereinbar. Die 2050-Vision wird auch im Mai beim Summit "Future of Europe" Thema sein. Die Europäische Kommission beschreibt in ihren Ausarbeitungen den Weg zur Klimaneutralität bis 2050 und merkt dazu dann, dass dies sowohl technisch möglich ist, als auch sozialverträglich und kosteneffizient. Nötig ist dieses Ziel in jedem Fall, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Das in der Vergangenheit fokussierte Zwei-Grad-Ziel wird nicht weiter angepeilt, weil inzwischen klar ist, dass bei einem Zwei-Grad-Ziel zu große Probleme auftreten würden. Nicht nur, dass ein Teil der Menschheit seinen Wohnraum verlieren würde. Zudem käme es auch aller Wahrscheinlichkeit nach zu Kippeffekten des Klimas, das heißt zu unkalkulierbaren Kettenreaktionen.

Klimaneutral bis 2050

Gleich das Ziel der Klimaneutralität hat es in sich. Zwei der acht Szenarien zielen auf Null Prozent CO2, fünf auf 80 bis 85 Prozent, ein Szenario ist die Kombination von vier Szenarien und kommt auf 90 Prozent.

Die Europäische Kommission hat in ihrer Vision acht verschiedene Szenarien erarbeitet. Seitdem sie sie vorgestellt hat, diskutieren Entscheidungsträger über mögliche Entwicklungen und notwendige Weichenstellungen für langfristigen Klimaschutz in der EU. Auch in Deutschland ist in den kommenden Monaten eine zunehmende Aufmerksamkeit für den Kommissionsvorschlag zu erwarten.

Deutschland, einst Vorreiter

Deutschland, einst Vorreiter in der EU beim Thema Klima, hat in den vergangenen Jahren seine Hausaufgaben nicht gemacht, schafft seine CO2-Reduktionsziele 2020 nicht, hat seit fast 20 Jahren nicht mehr so wenig Windkraft ausgebaut wie derzeit. Und die Bundesregierung kann sich auch jetzt kaum zu einer Klimaschutz-Maßnahme durchringen, die Länder wie Schweden bereits vor drei Jahrzehnten verabschiedet haben: zu einer CO2-Steuer. Ein Vorreiter sieht anders aus.

Die EU-Staaten ihrerseits haben ihre nationalen Klimapläne für 2050 eingereicht und sind wie Deutschland jetzt mit der Überarbeitung beschäftigt.

Acht Szenarien für die Zukunft

Gleichwohl, die Clean-Planet-Strategie mit ihren acht Szenarien fußt auf der 2014-Regulierung zur Minimierung unseres EU-CO2-Ausstoßes um 40 Prozent bis 2030. In dem Zusammenhang sei angemerkt, dass kürzlich die Diskussion zur Anhebung des Ziels ausgebrochen war. 45 Prozent sind nach Kalkulationen der Kommission ebenfalls zu schaffen. Und gleichzeitig ist klar, dass ein 40-Prozent-Ziel für 2030 ein zu geringer Wert ist, um bis 2050 klimaneutral zu werden. Die fehlenden 55 Prozent würde - wenn sie überhaupt zu schaffen sind - nur unter großen Entbehrungen und hohen Kosten erreicht werden können. Trotzdem hat man am 40-Prozent-Ziele festgehalten, weil alles andere nur endlose neue Diskussionen losgetreten hätte.

Carbon Capture and Storage

Interessant: Keines der Szenarien verabschiedet sich komplett von der Kohle. Alle beinhalten die Abscheidung und Speicherung oder Nutzung von Kohlenstoff, also CCS oder CCU. Dabei hat es in Deutschland zum Beispiel immer massiven Widerstand gegen CCS gegeben. Und auch den Anbau von Biomasse will die EU erweitern. Das wird unter anderem vom Umweltbundesamt kritisch gesehen. Dieses hält die Nutzung von Flächen für die Ernährung für sinnvoller.

Europawahlen im Mai

Ende Juni will die EU sich dazu auf einer Konferenz in Rumänien committen. Erwartet wird auch, dass die finnische Ratspräsidentschaft ab der zweiten Jahreshälfte dem Thema neuen Schwung geben wird. Eine weitere wichtige Station wird der UN Climate Action Summit im September.

Insgesamt ist derzeit unklar, welche Rolle der Klimaschutz künftig in der EU spielen wird: Bei den Wahlen im Mai könnten sowohl die Grünen als auch die extremrechten Parteien als Sieger hervor gehen. Die Rechten könnten den Klimaschutz massiv ausbremsen.




20.02.2019

Schüler streiken für Klimaschutz - Polizei sichert CO2-frei

Saarlouis (dpa/lrs) - Rund 1000 Jugendliche haben am Freitag in Saarlouis mit einem Schulstreik für mehr Klimaschutz demonstriert. «Die Schüler waren sehr engagiert und laut, wie es sich für das Thema auch gehört», sagte ein Polizeisprecher. Unter dem Titel «Fridays for Future» schwänzen Teilnehmer der Protestbewegung seit Mitte Januar freitags die Schule und fordern unter anderem ein sofortiges Ende der Stromerzeugung mit Kohle. Nach Angaben der Bewegung wurde in Deutschland am Freitag in 54 Städten gestreikt.

In Saarlouis hatten sich Polizei und Veranstalter auf eine Route des Demonstrationszugs geeinigt, die von den Einsatzkräften zu Fuß abgesichert werden konnte. «Um sicherzustellen, dass ein CO2-freier Polizeieinsatz möglich wird», sagte ein Sprecher der Polizei. «Wir haben das angeboten und die Veranstalter haben das dankend angenommen.»




16.11.2018

Kraftstoffverbrauch von Lkw Sorge vor CO2-Grenzwerten

Die im EU-Parlament diskutierten CO2-Grenzwerte für schwere Nutzfahrzeuge versetzen die Industrie in Aufruhr. So hat die Daimler Trucks-Sparte einen Brief an Spitzenpolitiker versandt und bittet diese darin, sich für moderatere Werte einzusetzen. Die Zukunft der Produktionsstandorte stehe sonst auf dem Spiel.

Am kommenden Mittwoch, den 14. November 2018, stimmt das Europäische Parlament über die Ziele zur CO2-Reduzierung für schwere Nutzfahrzeuge ab. Der zur Abstimmung stehende Vorschlag aus dem Umweltausschuss des EU-Parlaments, eine CO2-Reduzierung von 20 Prozent bis 2025 und von 35 Prozent bis 2030 in Bezug auf das Basisjahr 2019, bereitet bei den Fahrzeugherstellern offensichtlich große Sorgen. In einem Brief, der eurotransport.de vorliegt, wenden sich Stefan Buchner, Leiter Mercedes-Benz Lkw, Dr. Frank Reintjes, Leiter Global Powertrain, E-Mobility & Produktionsplanung Daimler Trucks gemeinsam mit Michael Brecht, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Daimler AG sowie die einzelnen Betriebsratsvorsitzenden der deutschen Produktionsstandorte von Daimler Trucks an eine Vielzahl deutscher Politikvertreter auf EU-, Bundes- und Landesebene und warnen vor überambitionierten CO2-Grenzwerten.

In dem Schreiben an die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), in dem sich mit dem Mercedes-Standort Wörth das weltgrößte Lkw-Werk befindet, ist zu lesen, dass der in Brüssel diskutierte Regulierungsvorschlag so weit über das technisch und ökonomisch Leistbare hinausgehe, dass es gravierende Auswirkungen auf die Daimler-Standorte des Bundeslandes haben könnte. Die Vorschläge würden eine Verdrei- bis Vervierfachung dessen bedeuten, was die Industrie in den vergangenen zwei Jahrzehnten an Verbrauchsverbesserung erzielt hat, nämlich etwas mehr als ein Prozent CO2-Reduktion pro Jahr. Daimler fordert die Spitzenpolitikerin deswegen dazu auf, sich für realistischere Ziele einzusetzen.

Basiswerte stehen noch nicht fest

Besondere Probleme bereitet den Herstellern zudem, dass die Basiswerte für 2019, auf die sich dann die Reduktionsziele beziehen, noch nicht feststehen, sondern gerade erst durch das Simulationstool Vecto ermittelt und anschließend noch validiert werden sollen. Die Industrie rechnet dem Vernehmen nach mit belastbaren Basiswerten erst im ersten Halbjahr des Jahres 2020. Bis zum Zwischenziel im Jahr 2025 würden dann nur noch vier Jahre bleiben, um die exakten technologischen Entwicklungspfade zu definieren. Auch würde für viele Technologien, mit deren Hilfe sich der CO2-Ausstoß deutlich senken ließe, wie die unterschiedlichen Formen der E-Mobilität, die dazugehörige Versorgungsinfrastruktur noch fehlen und verschiedene CO2-mindernde Maßnahmen wie sogenannte eFuels nicht eingerechnet werden.

Insbesondere die vorgeschlagenen Strafzahlungen in Höhe von 6.800 Euro pro überschrittenem Gramm pro Tonnenkilometer bereitet Sorge. Sie würden in dieser Höhe selbst große Nutzfahrzeug-Hersteller in der Existenz bedrohen. Der Betrag läge 30-mal höher als die Strafzahlungen im Pkw-Bereich.

CO2-Ziele als massiver Kostentreiber

Diese Kombination aus unrealistischen CO2-Zielen und hohen Strafzahlungen sei für die Fahrzeug- und Logistikindustrie ein massiver Kostentreiber und bedeute für die Hersteller massive finanzielle Belastungen, die zu Lasten der Investitionen und damit der Zukunftsfähigkeit gingen. Die Regulierung komme außerdem zu einem Zeitpunkt, an dem die Lkw-Industrie mit stagnierenden, zum Teil sogar sinkenden Zulassungszahlen in Europa konfrontiert sei.

Der Gegenvorschlag der europäischen Fahrzeugindustrie liegt bei einer CO2-Reduktion von sieben Prozent bis 2025 und 16 Prozent bis 2030 und damit im Mittel bei 1,5 Prozent pro Jahr auf die Dauer von zehn Jahren. Außerdem setzt sich die Industrie für sogenannte Super-Credits ein, die es für emissionsfreie oder besonders emissionsarme Fahrzeuge geben soll wie batterieelektrisch-angetriebene Lkw. Nach dem Wunsch der Industrie sollten diese mit dem Faktor fünf nach dem Vorbild der USA eingerechnet werden, wo es schon CO2-Reduktionsziele für die schweren Fernverkehrs-Lkw der Klasse 8 gibt (Faktor 4,5 für batterieelektrische Antriebe, Faktor 5,5 für Brennstoffzellen-Antriebe). Der Faktor vier und fünf würde laut Industrie auch in etwa den Mehrkosten der batterieelektrischen Antriebe gegenüber dem herkömmlichen Diesel entsprechen. Aktuell ist jedoch nur der Faktor zwei vorgeschlagen.

Die EU-Kommission hatte bereits im Mai Grenzwerte vorgeschlagen, die über dem der Fahrzeugindustrie, aber unter den Vorschlägen des Parlaments rangiert – nämlich bei 15 Prozent bis 2025 und 30 Prozent bis 2030.




18.05.2017

NEUER CO2-RECHNER FÜR SEE- UND LUFTFRACHT-TRANSPORTE




12.02.2016

Deutsche-Bank-Mitarbeiter ab Februar wegen CO2 auf Anklagebank

Mehr als fünf Jahre nach der Aufdeckung des Betrugsskandals um CO2-Verschmutzungsrechte will das Landgericht Frankfurt die Rolle der Deutschen Bank bei der Steuerhinterziehung aufarbeiten.

Vom 15. Februar an müssen sich acht ehemalige Händler und Kundenbetreuer der größten deutschen Bank wegen "bandenmäßiger Steuerhinterziehung" vor der 2. Großen Wirtschaftsstrafkammer verantworten, wie ein Sprecher des Landgerichts am Donnerstag sagte. Sieben davon hatte die Bank suspendiert, der höchstrangige Banker ist inzwischen in Rente. Sechs betrügerische CO2-Händler hatten die Bankmitarbeiter bei einem ersten Prozess im Jahr 2011 zum Teil schwer belastet.

Die Deutsche Bank war Teil eines Steuerkarussells, mit dem CO2-Händler sich 2009 und 2010 Umsatzsteuer in dreistelliger Millionenhöhe erstatten ließen, die sie nie gezahlt hatten. Der Gesamtschaden lag nach früheren Angaben der Ermittler bei 800 Millionen Euro. Die Bank hatte nach der Aufdeckung des Rings 220 Millionen Euro Steuern an das Finanzamt zurückgezahlt. Sie hatte sich die Förderung des damals gerade eingeführten CO2-Handels auf die Fahnen geschrieben.

Die zu langjährigen Haftstrafen verurteilten Angeklagten hatten ausgesagt, sie seien - anders als bei anderen Banken - von der Deutschen Bank als Händler mit offenen Armen empfangen worden. Vor Gericht wird nun zu klären sein, inwieweit die Deutsche-Bank-Mitarbeiter den betrügerischen Charakter der Geschäfte erkannt oder diese sogar unterstützt hatten. Die Staatsanwälte werfen den Bankern in der 865 Seiten dicken Anklage vor, die Kunden angeworben und Verdachtsmomente nur bruchstückhaft an Vorgesetzte und interne Kontrollgremien weitergegeben zu haben. Sonst hätten die für die Deutsche Bank lukrativen Geschäfte früher unterbunden werden können.

Der Strafprozess wird von dem gleichen Richter geführt, der schon 2011 die Urteile gesprochen hatte. Bis Ende Mai sind 26 Verhandlungstage terminiert. Ob die Generalstaatsanwaltschaft oder die Verteidiger Vorstände oder andere Führungskräfte der Deutschen Bank als Zeugen nominiert haben, wollte der Gerichtssprecher nicht sagen.

Gegen ein Dutzend weiterer Bankmitarbeiter wird immer noch ermittelt. Darunter sind der scheidende Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen und Ex-Finanzvorstand Stefan Krause, die die falsche Steuererklärung unterzeichnet hatten. Die Bank hatte die CO2-Zertifikate ins Ausland transferiert und den Anspruch auf Steuerrückerstattung geltend gemacht. Zuvor waren die Papiere so oft zwischen den Mitgliedern des Rings weitergereicht worden, dass dem Finanzamt nicht auffiel, dass die Steuern nie gezahlt worden waren.

Gleichzeitig ist die Staatsanwaltschaft den Drahtziehern des CO2-Betrugs auf der Spur.




02.12.2015

CO2 Entwicklung

CO2-Ausstoß weltweit




20.11.2015

Klimaschutz

 

Welt aus Vogelperspektive

© sjtoh "Heaven", www.istockphoto.com

Treibhausgase wie Kohlendioxid, Methan, Ozon und Wasserdampf wirken seit Bestehen der Erde auf unser Klima ein. Normalerweise sorgen sie für lebensfreundliche Temperaturen auf unserem Planeten. Seit Beginn der Industrialisierung aber ist die Konzentration der Treibhausgase rasant angestiegen. Eine zunehmende Erwärmung der Erde ist die Folge dieser Entwicklung. Gelingt es nicht, den Klimawandel zu bremsen, könnten die Folgen fatal ausfallen.

Startseite / Klimaschutz

CO2

Kraftwerk

Vor allem der hohe Ausstoß von CO2 begünstigt die Erwärmung der Erde. Kohlendioxid ist ein natürlicher Bestandteil der Erdatmosphäre, doch seine Konzentration ist seit der Industrialisierung etwa 40-mal höher als in den letzten zwei Millionen Jahren, wie Forscher der Columbia …

 
Kalbender Gletscher in Alaska

Der Anstieg der Treibhausgase in der Atmosphäre verursacht die unnatürliche Erwärmung der Erde. Die Folgen sind verheerend: Extreme Wetterereignisse, das Abschmelzen von Gletschern und Polareis, der Anstieg der Meeresspiegel sind nur einige der möglichen katastrophalen Konsequenzen des Klimawandels.

 
Himmel mit Sonne und Wolken

Der Schutz des Klimas ist eine der drängendsten Aufgaben in diesem Jahrhundert. Bereits heute ist eine Erwärmung der Erde um 2° Celsius unvermeidbar. Trotzdem steigt die Treibhausgasemission auf der Erde weiter an. Die internationale Politik muss eingreifen, ehe es zu spät ist.

 

 




05.01.2015

Ab Januar gelten strengere CO2-Werte bei der Berechnung der Kfz-Steuer

Nur die ersten 95 Gramm CO2 je Kilometer sind 2014 noch steuerfrei

Der Jahreswechsel bringt wichtige Änderungen bei der Berechnung der Kfz-Steuer mit sich. Für die Ermittlung der Höhe der Kfz-Steuer werden zum 1.1.2015 lediglich noch 95 Gramm je Kilometer des CO2-Ausstoßes von der Steuer befreit; bis zum 31.12.2013 waren es 110 Gramm. Des Weiteren entfällt die für den Zeitraum vom 1.1.2011 bis zum 31.12.2013 befristete Steuerbefreiung für Diesel-Pkw der Euro-6-Abgsastufe von 150 Euro für Pkw-Neuzulassungen.

Dies wirkt sich auf die Unterhaltskosten der Fahrzeuge aus, so dass besonders CO2-effiziente Pkws begünstigt werden. So erhöht sich beispielsweise die Kfz-Steuer eines Diesel-Pkws mit 1.400 cm³ und CO2-Emissionen von 110 g/km von 133 Euro bei Erstzulassung in 2013 auf 163 Euro in 2015. Die Senkung des neuen Grenzwertes resultiert demnach in Mehrkosten von insgesamt 30 Euro.

Seit Juli 2009 wird die Kfz-Steuer neben dem Hubraum – der sich aus einem Grundbetrag je angefangene 100 cm³ von 2 Euro für Otto- / Wankel- und 9,50 Euro für Diesel-Motor berechnet – zusätzlich nach dem CO2-Ausstoß eines Pkws bei Erstzulassung bemessen. Die Grenze, bis zu welcher der CO2-Ausstoß eines Pkws für die Steuer nicht berücksichtigt wird, ist seitdem sukzessive gesenkt worden: Von 120 Gramm je Kilometer bis 31.12.2011, auf 110 Gramm je Kilometer bis 31.12.2013 und aktuell auf 95 Gramm je Kilometer ab 2015.

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) informiert Käufer, Hersteller, Autohändler und Leasingunternehmer darüber, dass die Kfz-Steuer Änderung zum 1.1.2014 entsprechend in den Online-Tools des Informationsportals Pkw-Label der dena aktualisiert wurde. Händler können das Pkw-Label unter www.pkw-label.de einfach und schnell selbst erstellen. Und Verbrauchern sowie Leasingunternehmern gibt das Label eine schnelle und einfache Übersicht über die CO2-Effizienzklasse, die Kfz-Steuer und die zu erwartenden Kraftstoffkosten.

Die Umsetzungsplattform Pkw-Label ist eine Initiative der dena und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.




23.07.2014

Was die Öko-Lobby ausblendet.....Schweizer Arbeitsplätze fallen der deutschen Energiewende zum Opfer

Der weiter massiv voranschreitende Ausbau der deutschen Kapazitäten bei der Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie wirkt sich mittlerweile immer verheerender auch auf die Nachbarländer aus.

Die ohne Rücksicht auf den Bedarf produzierten, hoch subventionierten Strommengen schaden der Elektrizitätswirtschaft in den Nachbarländern gleich zweifach: Schon der gesunkene Börsenpreis belastet die Erträge der Stromerzeuger und gefährdet ihre wirtschaftliche Grundlage. Hinzu kommen noch Dumpingstrategien, denn bei starkem Anfall von Wind- und Solarenergie werden die Überschussmengen mit Geldgeschenken ins Ausland abgeleitet und treiben die dortigen Anbieter vollends ins Aus.

So wie bekanntlich die Revolution ihre Kinder frisst, so frisst die deutsche Energiewende ihre Geschwister: „Klassische erneuerbare Energien“ wie die bereits seit vielen Jahrzehnten etablierte Wasserkraft, die sich dem Markt stellen müssen, werden durch den hoch subventionierten Strom aus Windanlagen, Solarparks oder Faulgasanlagen mit der gleichen brutalen Rücksichtslosigkeit aus dem Markt gedrängt wie die konventionellen Anbieter. Und das trifft nicht nur Stromerzeuger in Deutschland: Die sinn- und planlos zum falschen Zeitpunkt erzeugten Überschussmengen werden mit Methoden, die an den ungezügelten Nanking-Kolonialismus der Briten in China erinnern, auch in die Netze der Nachbarländer gedrückt (Bild 1) und ruinieren den dortigen Kraftwerksbetreibern das Geschäftsmodell.

Bild 1. Am 11.5.2014 wurde in Deutschland Strom wegen der chaotischen Überproduktion aus Wind- und Solaranlagen mit Geldgeschenken bis zu 65 € pro MWh in die in- und ausländischen Märkte gedrückt – nichts anderes als frühkolonialistisches Dumping (Grafik: Rolf Schuster).

Besonders übel trifft es dabei gerade in den Alpenländern die dort bisher sehr gut aufgestellten Betreiber von Wasserkraftwerken, Bild 2. So auch die Axpo AG, den größten Schweizer Produzenten von Strom aus Wasserkraftwerken. In einem Interview mit der »Berner Zeitung« vom 7. Juni 2014 [BERN] klagte Axpo-Verwaltungsratspräsident Robert Lombardini, dass man inzwischen wegen der Ertragsausfälle und der ungewissen Zukunft in der Zwickmühle stecke und Geld aktuell nur noch im Winter verdient werde. Wenn es keine Änderung gebe, so könne die Axpo bis zu einer Milliarde Franken verlieren. Die Situation sei alarmierend, weil in den nächsten drei bis fünf, wenn nicht gar zehn Jahren keine Änderung des Ist-Zustandes zu sehen sei. Er frage sich, wie es so weit habe kommen können, dass die Wasserkraft plötzlich nicht mehr rentabel sei.

Bild 2. Bereits vor Generationen haben vorausschauende Schweizer Unternehmen viel Wagemut und Kapital in den Ausbau von Wasserkraftwerken – hier das Grimsel-Kraftwerk der KWO – investiert

Im Sommer läuft das Wasser künftig ungenutzt ab

Im Sommer, so R. Lombardini, werde es angesichts der aus dem europäischen Ausland verfügbaren Strommengen bald so weit sein, dass man gezwungen sei, das Wasser ungenutzt neben den Turbinen vorbeizuleiten. Es mache keinen Sinn, sich aufgrund der dann am Markt geltenden Tiefstpreise noch finanziell dafür bestrafen zu lassen, dass man Energie ins Netz einleite.

Aus dem gleichen Grund wurde bei der Axpo auch die Investitionstätigkeit weitgehend eingestellt. Neue Anlagen sind kaum noch geplant, es wird nur noch da investiert, wo es unbedingt nötig ist. Wegen der Ertragsausfälle und der ungewissen Zukunft steckt das Unternehmen in einer Zwickmühle zwischen schlichter Aufrechterhaltung des Bestands und der eigentlich erforderlichen Erneuerung der Anlagen. Man könne im Prinzip nur noch versuchen, den vorhandenen Bestand an Wasserkraftwerken mit möglichst wenig Aufwand sicher am Netz zu halten. Wenig Freude dürfte dies bei der Schweizer Regierung hervorrufen, denn für deren ambitionierte Energiewendepläne – einschließlich eines massiven Ausbaus der Wasserkraft – bedeutet dies einen herben Rückschlag. Für die eigentlich dringlichst erforderlichen Investitionen in Neuanlagen und größere Kapazitäten dürfte angesichts der desolaten Marktsituation schlicht kein Geld da sein.

Das Aus für „Europas Batterien“

Im gleichen Zusammenhang trifft es ausgerechnet auch Projekte, die gerade aus Sicht der „Energiewende“-Strategen eigentlich von zentraler Bedeutung sind, nämlich die Alpen-Pumpspeicherkraftwerke (Bild 3), die von manchen Politikern gerne vollmundig als „Batterien Europas“ angepriesen werden. Zu den Projekten, die nach Ansicht von R. Lombardini angesichts des aktuellen Marktumfeldes kaum noch Aussicht auf eine Realisierung haben, gehört auch die geplante Erweiterung des Pumpspeicherkraftwerks der Kraftwerke Linth-Limmern AG im Kanton Glarus. Damit würden volle 1000 MW bereits geplante Speicherkapazität wegfallen.

Bild 3. Eine Pumpen-Turbinengruppe in einem Schweizer Pumpspeicherkraftwerk

Während eine erste Entlassungswelle 300 Mitarbeiter trifft…

In das Bild passt dann auch eine Meldung des Internet-Nachrichtendienstes Bluewin.ch vom 16. Juni 2014 [BLUE]. Aufgrund der niedrigeren Großhandelspreise für Strom wurden der Axpo die Ergebnisse gründlich verhagelt. Insgesamt sank laut einer Medienmitteilung des Konzerns die Gesamtleistung (Umsatz) um über 10 Prozent auf 3,57 Mrd. Franken. Beim Betriebsergebnis vor Steuern (EBIT) verzeichnete die Axpo im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr ein Minus von rund 25 Prozent auf 545 Mio. Franken. Unter dem Strich blieben 502 Mio. Franken übrig, rund 16 Prozent weniger als 2012/13. Alleine die in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2013/2014 erforderliche Preissenkung für die Stromlieferungen an die Kantonswerke per 1. Januar habe das Ergebnis um rund 25 Mio. Fr. sinken lassen.

»Wir sehen keinen Trend, dass die Strompreise sich erholen würden«, so Axpo-Chef Andrew Walo in diesem Zusammenhang. Deshalb müsse man rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen, indem man auch die laufenden Kosten senkt. Erreicht werden soll dies durch den Abbau von 300 der insgesamt derzeit 4460 Vollzeitstellen, das bedeutet die Entlassung von immerhin sieben Prozent der Belegschaft. Natürlich versucht man, diese Maßnahme durch zeitliche Streckung über drei Jahre und die Anwendung eines Sozialplans abzufedern. Dennoch bleibt die hässliche Tatsache bestehen: Die deutsche Energiewende (Bild 4) kostet in der Schweiz inzwischen Arbeitsplätze auch und gerade im Bereich der umweltfreundlichen, CO2-vermeidenden Wasserkraft.

Bild 4. Mit Wind- und Solaranlagen kann man sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichern, während gleichzeitig die konventionellen Stromerzeuger vor die Wand gefahren werden

….setzen die Verursacher noch einen drauf

Angesichts der Härten, die für die betroffenen Mitarbeiter mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes verbunden sind, sollte die fast schon zynische Nonchalance, mit der die Schweizer Vertreter der Verursacher dieser Misere gerade eine neue politische Initiative lancieren, den einen oder anderen Mitbürger doch nachdenklich stimmen. Am gleichen Tag, an dem die Meldung über den Arbeitsplatzverlust bei der Axpo bei Bluewin publiziert wurde, erschien dort auch die Meldung, dass die die Schweizer Solar-Lobby Prosolar zusammen mit dem WWF Schweiz eine Abgabe auf den von ihnen so bezeichneten »Dreckstrom« aus Kohle-, Gas- und Kernkraftwerke durchsetzen wollen. Damit, so die Begründung, sollten angebliche »Marktverzerrungen« gemildert und der Umwelt geholfen werden, ohne die Haushalte und die Wirtschaft unnötig zu belasten. Es gehe darum, die von der Allgemeinheit bezahlten externen Kosten der atomaren und fossilen Stromproduktion auszugleichen. Gleichzeitig führe dies zu einer »fairen Chance« für die erneuerbare Energien. Dabei ist man nicht kleinlich und geht von einem Aufschlag von rund 10 Rappen pro kWh aus, was immerhin einen weiteren Kostensprung von rund 30 % auf die Stromrechnung bedingen würde.

Bild 5. Traurige Überreste einer Storchenmutter, die von einem Windrad guillotiniert wurde

Dieses Vorgehen kann man schon als dreist bezeichnen. Ähnlich wie in Deutschland hat die Schweizer EE-Lobby bereits vor einiger Zeit die sogenannte KEV-Abgabe durchgesetzt, welche den Betreibern von Wind- und Solaranlagen insgesamt schätzungsweise 10 Mrd. CHF auf Kosten des Stromverbrauchers in die Kassen spülen wird. Während Schweizer Kraftwerke aufgrund des subventionierten Stroms aus Deutschlands EE-Kraftwerken um ihre Existenz kämpfen müssen, will man ihnen jetzt zusätzlich noch Strafabgaben aufbrummen. Besonders verachtenswert ist hierbei die Rolle des WWF: Dass jede der von ihnen so heiß befürworteten Windenergieanlage jedes Jahr unzählige Vögel und Fledermäuse erschlägt (Bild 5), scheint für diese angeblichen Naturschützer überhaupt nicht ins Gewicht zu fallen. Es wird Zeit, aufzuwachen und diesen Leuten die Spendengelder zu streichen.




15.07.2013

Industrie muss mehr für CO2-Emissionen zahlen

Die Industrie in Europa soll für Luftverschmutzung nach dem Willen des EU-Parlaments mehr zahlen. Die Abgeordneten stimmten am Mittwoch in Straßburg für eine zeitweise Verknappung der Zertifikate für den Ausstoß des Treibhausgases CO2. Dies soll den Preis nach oben treiben und so den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 (Kohlendioxid) verteuern. Die Reform braucht noch das Ja der EU-Staaten.

Die Industrie in der EU muss Rechte für die Emission von CO2 vorlegen, die Unternehmen können damit untereinander handeln. Durch den niedrigen Preis von derzeit vier Euro pro Tonne Kohlendioxid fehlen Anreize für klimafreundliche Investitionen. Angepeilt hatte die EU-Kommission einst einen Zielwert von 30 Euro - doch unter anderem die wirtschaftliche Flaute der vergangenen Jahre drückte Nachfrage und Preis.

Deshalb will das Parlament nun der EU-Kommission erlauben, 900 Millionen CO2-Zertifikate zurückzuhalten (das sogenannte "Backloading"). Zum Vergleich: Im Zeitraum von 2013 bis 2015 bringt die EU-Kommission insgesamt 3,5 Milliarden dieser Zertifikate auf den Markt. Die vorübergehend zurückgehaltenen CO2-Rechte sollen noch im laufenden Jahrzehnt freigegeben werden. Die Initiatorin des Reformvorhabens, Klimakommissarin Connie Hedegaard, war erleichtert. Das EU-Parlament mache mit seinem Votum deutlich, wie wichtig Investitionen in CO2-arme Technologien seien, sagte sie.

 




09.06.2013

Wahlkampf: Grüne versprechen neue CO2-Steuer

Im Falle eines Wahlsiegs bei der Bundestagswahl wollen die Grünen den CO2-Ausstoß über eine neue Steuer massiv verteuern. So sollen die Klimaziele erreicht werden. Die Rechnung müssten die Stromkunden zahlen.

 
Fraktions-Chef Trittin will nach der Bundestagwahl eine neue CO2-Steuer einführen. Damit sollen die CO2-Ziele für Deutschland erreicht werden. (Foto: Flickr/Bündnis 90/Die Grünen)

Fraktions-Chef Trittin will nach der Bundestagwahl eine neue CO2-Steuer einführen. Damit sollen die CO2-Ziele für Deutschland erreicht werden. (Foto: Flickr/Bündnis 90/Die Grünen)

Die Grünen legen den Entwurf für ein neues Klimaschutzgesetz vor. Darin schlagen sie eine neue CO2-Steuer vor. Diese Steuer soll immer dann eingefordert werden, wenn die CO2-Zertifikate billiger sind, als die Politik es vorsieht. Die Stromkosten in Deutschland würden nochmals deutlich teurer werden.

Nach den Plänen der Grünen soll der Preis für den CO2-Ausstoß je Tonne im Jahr 2020 auf 20 Euro ansteigen, berichtet die FAZ. Heute werden entsprechende CO2-Zertifikate an der Börse zu Preisen von circa 4 Euro gehandelt. Doch aufgrund der billigen Zertifikate seien die herkömmlichen Energien nicht teuer genug, so die Grünen. Investitionen in die CO2-Reduzierung, etwa in Gaskraftwerke, lohnten sich nicht.

Die Grünen schlagen daher vor, dass die Differenz zwischen dem Börsenpreis und dem politisch festgelegten CO2-Mindestpreis als Steuer bezahlt werden muss. Steuerpflichtig wären jene Anlagenbetreiber, die an der Börse Rechte zukaufen müssen, um CO2 ausstoßen zu dürfen. Dies sind vor allem die Energieversorger.

Jürgen Trittin, der Fraktionsvorsitzende der Grünen, sagte, dass Deutschland ohne zusätzliche Maßnahmen sein CO2-Ziel verfehlen werde. Der CO2-Ausstoß in Deutschland soll bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gesenkt werden, verglichen mit dem Stand von 1990. Im vergangenen Jahr war der CO2-Ausstoß in Deutschland wieder gestiegen.

Der Entwurf der Grünen soll zeigen, welche Klimapolitik sie im Falle einer Regierungsbeteiligung nach der Bundestagswahl durchsetzen wollen. Neben der CO2-Steuer gehören dazu auch die Verdoppelung des Ökostrom-Einsatzes bis 2020, schärfere Sparziele bei Strom und Wärme, 800 Millionen Euro jährlich für Stromsparförderung, 2 Milliarden Euro für die energetische Gebäudesanierung, schärfere Grenzwerte für Autos.

Zudem sollen die CO2-Emissionen nach Plänen der Grünen massiv und verbindlich vermindert werden. So soll der CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um 60 Prozent gesenkt werden, verglichen mit dem Stand von 1990. Und bis zum Jahr 2050 sogar um 95 Prozent. Ob der CO2-Ausstoß überhaupt irgendeinen Einfluss auf die Erderwärmung hat, bleibt allerdings umstritten.

Die neue CO2-Steuer reiht sich ein in die Liste der Belastungen, die die Grünen den Bürgern nach der Wahl aufbürden wollen. So planen sie etwa auch höhere Abgaben auf Einkommen und Vermögen und höhere Belastungen für Krankenversicherte durch die Bürgerversicherung. Zudem sagen die Grünen, dass die deutschen Steuerzahler über eine europäische Einlagensicherung für alle Banken Europas haften sollen.




21.09.2011

Mobilisierung für einen erfolgreichen Klimaschutz: Herzlichen Dank!

Mit Blick auf die Behandlung des CO2-Gesetzes in der laufenden Herbstsession hat die Mobilisierungsaktion von economiesuisse und dem Schweizerischen Gewerbeverband auf www.co2.ch eindrücklich bestätigt, dass die grosse Mehrheit der Wirtschaft hinter den bisherigen erfolgreichen Schweizer Klimaschutz steht. Innert kurzer Zeit haben sich immer mehr Branchen, Wirtschaftsverbände und Unternehmen zusammengeschlossen – am Ende waren es über 200 –, um gegenüber der Politik ein starkes Zeichen zu setzen: Starre gesetzliche Vorgaben, massiv höhere Abgaben und staatliche Subventionen sind keine Basis für einen erfolgreichen Klimaschutz. Nachdem bekannt wurde, dass das CO2-Gesetz nicht mehr in der Herbstsession behandelt wird, haben wir die Aktion beendet. economiesuisse und der Schweizerische Gewerbeverband danken den zahlreichen Unternehmen und Verbänden für ihre klare Unterstützung.

Mit der Debatte im Nationalrat ist ein wichtiger Zwischenschritt erreicht und mit der Streichung der Treibstoffabgabe und der Begrenzung des Klimarappens auf 5 Rappen hat der Rat in dieser Frage für mehr Klarheit gesorgt. Die Schweizer Wirtschaft hat sich stets gegen eine massive Erhöhung der Treibstoffabgabe eingesetzt. Zu befürchten bleibt allerdings, dass nun der Druck steigen wird, die Abgabe auf Brennstoffen stark zu erhöhen, um das unrealistische Inlandziel zu erreichen.

economiesuisse und der Schweizerische Gewerbeverband werden die weitere Debatte aufmerksam begleiten und sich weiterhin im Sinne der Unterstützer der CO2-Mobilisierungaktion für Verbesserungen im Gesetzesentwurf einsetzen. Die Schweizer Wirtschaft steht zum ambitionierten Ziel des Bundesrates, die CO2-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent (je zur Hälfte im In- und Ausland) zu senken. Dadurch lassen sich die gleichen Ziele mit halb so hohen Kosten erreichen. Die jetzige Vorlage weist mit dem starren und unrealistischen Inlandziel, den bürokratischen Lenkungsinstrumenten und den massiven Abgaben auf Brennstoffen hingegen immer noch grosse Konstruktionsfehler auf und stellt die bewährten Klimaschutzmassnahmen der Wirtschaft in Frage. Über ein allfälliges Referendum gegen das CO2-Gesetz wird erst nach der Schlussabstimmung definitiv entschieden.

 

 

 

 

 




18.08.2011

Abstimmung im Bundesrat Länderkammer lehnt CO2-Speicherung ab

Abstimmung im Bundesrat

Länderkammer lehnt CO2-Speicherung ab

Bundesrat  (Foto: dapd)Großansicht des BildesCO2-Speicherung fällt im Bundesrat durchKohlendioxid aus Kraftwerken und Industriebetrieben kann auch künftig in Deutschland nicht in großem Stil unterirdisch gespeichert werden. Der Bundesrat lehnte einen entsprechenden Gesetzesvorstoß ab, der es ermöglichen sollte, das Treibhausgas zunächst testweise in ehemaligen Gasspeichern zu lagern.

Diese sogenannte CCS-Technik (Carbon Capture and Storage) gilt als Voraussetzung, um in Deutschland Kohlekraftwerke auf Dauer wirtschaftlich betreiben zu können, da sonst Rechte zum CO2-Ausstoß an der Börse gekauft werden müssen. Die Länderkammer will auch nicht den Vermittlungsausschuss anrufen. Daher kann das Gesetz nur noch auf Initiative der Bundesregierung oder des Bundestags gerettet werden.

Deutschland droht nun aber auch ein Vertragsverletzungsverfahren, da die EU-CCS-Richtlinie eigentlich schon im Juni in nationales Recht umgesetzt werden musste.

Kritik aus Niedersachsen

Mathias Platzeck Großansicht des BildesAlle oder keiner - das ist die Einstellung von Brandenburgs Ministerpräsident zur Einführung der CCS-Technik.Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode bedauerte das Scheitern. "Wir hatten hier einen guten Kompromiss ausgehandelt", sagte er. Die Länder hätten demnach selbst entscheiden können, ob sie die Technologie bei sich erproben wollen oder nicht. Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen bedauerte das Scheitern dieses Vorschlags. "Der Bundesrat hat eine große Chance verpasst", sagte er nach dem Votum. Für alle Gegner der CCS-Technologie sei es ein bitterer Tag.

Gegen die Klausel, die es Schleswig-Holstein und anderen Bundesländern ermöglicht hätte, CO2-Einlagerungen dauerhaft auszuschließen, hatte sich vor allem Brandenburg gewandt. Ministerpräsident Matthias Platzeck sagte, sein Land habe dem Gesetz nicht zustimmen können, da sich in seiner jetzigen Form einzelne Länder aus der Gesamtverantwortung hätten stehlen können. Entweder werde die Speicherung von CO2 als Technik für ganz Deutschland anerkannt und weiter erprobt, "oder sie findet vorerst nirgendwo statt", sagte er.

Vattenfall fürchtet um Milliardenprojekt

Kritik am Nein des Bundesrates kam auch vom Energiekonzern Vattenfall. "Es ist erstaunlich, wie heutzutage in Deutschland mit einem für den Klimaschutz wesentlichen Feld der Technologieentwicklung umgegangen wird", sagte Vattenfalls Deutschland-Chef Tuomo Hatakka. Die EU-Förderung für die Milliardeninvestition in ein Demonstrationskraftwerk in Jänschwalde sei an zeitliche Fristen gebunden und drohe durch die erneute Verzögerung wegzufallen. Vattenfall betreibt in Brandenburg seit 2008 eine CCS-Pilotanlage. Im Jahr 2015 soll das CCS-Demonstrationskraftwerk hinzukommen.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigte sich dagegen erfreut über das Abstimmungsergebnis. Dies sei die einzig richtige Entscheidung gewesen, sagte die Energieexpertin der Organisation, Anike Peters.

Kohlendioxid ist in hoher Konzentration giftig

Bei der Technik wird Kohlenstoffdioxid aus Kraftwerks- oder Industrieabgasen gefiltert, verflüssigt und unterirdisch gespeichert. Dadurch gelangt das Klimagas nicht mehr in die Atmosphäre, wo es die Erderwärmung beschleunigt. Kritiker monieren, die CO2-Speicher seien nicht sicher und bedrohten Mensch, Umwelt und Klima. In einigen Bundesländern gab es großen Widerstand gegen die Speicherung, da Kohlendioxid in hoher Konzentration giftig ist und ein Entweichen des Gases befürchtet wird. So wurden mehrere Einigungsversuche zwischen Bund und Ländern in den vergangenen Jahren wieder verworfen.

 




20.06.2011

Rapsöl lässt Züge umweltfreundlich fahren

20.06.2011: Eisenbahnzüge und Binnenschiffe sollen künftig mit heimischem Rapsölkraftstoff fahren – das ist das Ziel eines gemeinsamen Forschungsvorhabens des KIT-Instituts für Kolbenmaschinen (IFKM) und des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) in Straubing. Mit Rapsölkraftstoff lassen sich in diesen Anwendungsbereichen ohne Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion Treibhausgasemissionen einsparen. Die Wissenschaftler untersuchen, wie sich eine effiziente Verbrennung mit minimalem Schadstoffausstoß erreichen lässt.

An einem gläsernen Hochdruckprüfstand beobachten und optimieren die Forscher des Lehrstuhls von Professor Ulrich Spicher, wie sich der Rapsölkraftstoff im Brennraum in feinste Tröpfchen auflöst und mit der Verbrennungsluft vermischt. Dies ist Voraussetzung dafür, dass ein möglichst großer Teil der im Kraftstoff gespeicherten Energie in Motorleistung umgewandelt wird und der Schadstoffausstoß minimal ist. „Im kommenden Jahr werden wir die Untersuchungen an realen Motoren in Eisenbahntriebwagen und Binnenschiffen fortsetzen“, berichtet Dr. Sören Bernhardt, vom IFKM. Es handelt sich dabei um moderne Dieselmotoren, deren Einspritzsysteme speziell auf die Verwendung von Rapsölkraftstoff abgestimmt sind. Die IFKM-Wissenschaftler arbeiten daher eng mit den Forschern des TFZ zusammen, die sich vor allem mit der Kraftstoffqualität beschäftigen.

„Der Einsatz von Rapsölkraftstoff stellt eine schon heute verfügbare Möglichkeit dar, die anthropogenen, also vom Menschen verursachten, Kohlendioxid-Emissionen (CO2) zu senken“, erklärt Dr. Bernhardt. Biokraftstoffe setzen bei der Verbrennung nur in etwa so viel CO2 frei, wie die Pflanzen beim Wachstum aus der Atmosphäre aufgenommen haben. Unter zusätzlicher Berücksichtigung von Anbau, Verarbeitung und Transport spart der nach der DIN 51605 genormte Rapsölkraftstoff im Vergleich zu Dieselkraftstoff mindestens 57 Prozent der Treibhausgasemissionen ein. „Auf den landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland lassen sich in ausgewogener Fruchtfolge genug Pflanzen anbauen, um rund zehn Prozent des gesamten Verbrauchs an fossilem Dieselkraftstoff in Deutschland zu ersetzen, ohne die Lebensmittel- und Futtermittelproduktion zu beeinträchtigen“, erklärt Dr. Edgar Remmele vom TFZ. Dieses Potenzial ist ein Grund dafür, dass die Wissenschaftler von KIT und TFZ beim Rapsölkraftstoff ganz besonders auf Anwendungen wie Eisenbahn, Binnenschifffahrt und Landwirtschaft setzen. Zudem ist das Spektrum der Motoren, für die Anpassungsmaßnahmen entwickelt werden müssen, überschaubar und man kann sicherstellen, dass diese Motoren immer mit dem gleichen Kraftstoff betankt werden. „Dem Einsatz von reinen Biokraftstoffen in sinnvoll ausgewählten Bereichen sollte künftig mehr Beachtung geschenkt werden. Gleichzeitig gilt es, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Nur so lassen sich die Klimaschutzziele erreichen“, sagt Remmele.

Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt finanziert und von mehreren Firmen der Motoren- und Zulieferindustrie sowie potenziellen Anwendern unterstützt.




18.01.2011

Klima: Zukunft heißer als prognostiziert? Klimareaktion der Vergangenheit zeigt deutlich höhere Sensibilität gegenüber Treibhauswirkung

Wenn die Emission von Treibhausgasen weiter so anhält, könnten die Temperaturen der Erde noch stärker ansteigen, als bisher prognostiziert. Das jedenfalls zeigt eine jetzt in „Science“ erschienene Studie. In ihr analysierte ein Forscherteam das Klima vor 30 bis 100 Millionen Jahren, einer Ära, in der die Treibhausgaskonzentration der Atmosphäre ähnlich hoch lag wie für das Ende dieses Jahrhunderts prognostiziert.

Sonnenlicht als Klimafaktor  
Sonnenlicht als Klimafaktor
© IMSI MasterClips

Wenn die Menschheit das Tempo des momentanen Emissionsanstiegs von Treibhausgasen beibehält, könnte der atmosphärische Gehalt an CO2 bis zum Ende dieses Jahrhunderts 900 bis 1.000 part per million (ppm) erreichen – so die Prognosen von Klimaforschern. Zum Vergleich: Heute liegt die CO2-Konzentration der Atmosphäre bei rund 390 ppm. Klar ist, dass mehr Treibhausgase auch mehr Wärme in der Atmosphäre bedeuten – aber wie viel Wärme genau? 

Um das herauszufinden nutzten Forscher des amerikanischen National Center for Atmospheric Research (NCAR) unter Leitung von Jeffrey Kiehl einmal nicht die Prognosen von Klimamodellen, sondern blickten zurück in die Vergangenheit der Erde. Ihre Fragen: Wann waren die CO2-Werte der Luft das letzte Mal so hoch wie für 2100 vorhergesagt? Und welche Klimafolgen hatte dies damals? Um sie zu beantworteten, sammelten die Wissenschaftler unter anderem Daten bereits veröffentlichter Studien und unterzogen diese einer zusammenfassenden Auswertung.

Die Frage nach der Zeit, in der zuletzt 900-1.000 ppm CO2 in der Atmosphäre waren, beantwortete eine Analyse molekularer Strukturen in fossilisiertem organischen Material. Sie zeigte, dass vor rund 35 Millionen Jahren die CO2-Werte schon einmal in dieser Höhe lagen. Kiehl und seine Kollegen machten sich dann daran auszurechnen, wie hoch die Temperaturen in dieser CO2-reichen Periode waren.

Globale Mitteltemperatur doppelt so hoch
Das Ergebnis: Vor 30 bis 40 Millionen Jahren lag die durchschnittliche Jahrestemperatur bei rund 31°C – und war damit mehr als doppelt so hoch wie die globale Mitteltemperatur in der vorindustriellen Ära der Neuzeit. Diese lag im 19. Jahrhundert bei rund 15°C. Übertragen auf die Prognosen für das Ende dieses Jahrhunderts könnte dies bedeuten, dass die zukünftige Erwärmung deutlich stärker ausfallen könnte, als bisher von Klimaforschern anhand der Modelle vorhergesagt. 

Auffallend am Klima vor 35 Millionen Jahren: Die hohen CO2-Werte hatten die Atmosphäre so stark aufgeheizt, obwohl der Energieausstoß der Sonne zu dieser Zeit sogar etwas niedriger war als heute. Interessant ist auch, dass die regionalen Klimamuster im damaligen „Treibhaus“ die heute gerade erst beginnenden Tendenzen des Klimawandels bestätigen: Besonders betroffen von der Erwärmung waren auch damals schon die Polarregionen und hohen Breiten. Dort lagen die durchschnittlichen Lufttemperaturen rund 15° bis 20°C über den heutigen. In den Tropen dagegen fiel die Erwärmung schwächer aus, sie war damals rund 5° bis 10°C über heutigem Niveau. 

Sensibler gegenüber Treibhausgasen als angenommen
Bedenklich erscheint, dass die Studienergebnisse auch auf eine deutlich höhere Sensibilität des Klimasystems gegenüber langfristig hohen CO2-Werten hindeuten. Gängige Computermodelle, die die eher kurzfristige Reaktion des Klimas auf CO2 in der Atmosphäre simulieren, projizieren heute eine Erhöhung der Temperaturen um 0,5° bis 1°C bei Verdopplung des CO2-Werts. Doch die Werte der aktuellen Studie ergaben für den Einfluss des CO2 vor 35 Millionen Jahren den doppelten bis vierfachen Wert. Die Forscher errechneten dafür eine Sensibilität des Klimasystems von rund zwei Watt pro Quadratmeter pro Jahr. 

Gängige Klimamodelle noch nicht für langfristige Prognosen ausgelegt 
„Diese Analyse zeigt, dass unser Planet bei längeren Zeiträumen sehr viel sensibler auf Treibhausgase reagieren könnte als wir dachten”, erklärt Kiehl. Bisherige Computermodelle können diese langfristigen Reaktionen nur ungenügend reproduzieren, weil ihnen noch Informationen über dafür kritische Prozesse, wie beispielsweise den Verlust von Eiskappen, fehlen. Diese können die Effekte der Treibhausgase verstärken. Zurzeit arbeiten Klimaforscher jedoch daran, die Lücken der Modelle kleiner werden zu lassen, so dass Kiehl der Ansicht ist, dass Paläoklimatologie und Modelle demnächst eine bessere Übereinstimmung zeigen werden.

Zurzeit pumpt die Menschheit CO2 in die Atmosphäre in einer Rate, die zuvor niemals erlebt wurde, so Kiehl. Die daraus resultierende schnelle Erwärmung mache es für Gesellschaften und Ökosysteme besonders schwierig, sich anzupassen. „Wenn wir nicht ernsthaft beginnen, auf eine Reduktion der CO2-Emissionen hinzuarbeiten, bringen wir unseren Planeten auf eine Bahn, die die menschliche Spezies so noch nie erlebt hat“, so der Klimaforscher. „Wir werden dann die menschliche Zivilisation für Generationen dazu zwingen, in einer sehr schwierigen Welt zu leben.“

 



08.11.2010

Bio-Sprit größerer Klimakiller als normales Benzin

Nach Ansicht von Umweltverbänden ist Bio-Sprit schädlicher für das Klima als die fossilen Energien, die er ersetzen soll. Das berichtet der „Spiegel“ in seiner kommenden Ausgabe. Denn der zunehmende Einsatz von Biosprit wird einer Studie zufolge zu einem Anstieg der Kohlenstoffdioxid-Emmission führen. Grund sei, dass für die Produktion der Agrotreibstoffe weltweit bedeutende Flächen in Ackerland umgewandelt werden müssen. Das Magazin beruft sich auf die neuesten Erkenntnisse des Londoner Instituts für europäische Umweltpolitik (IEEP). Die Forscher untersuchten offizielle Pläne von 23 EU-Mitgliedsstaaten zum Ausbau der erneuerbaren Energien bis 2020. 


Deutschland werde dann 5,5 Millionen Tonnen Biosprit dem Benzin und Diesel beimischen, damit Spitzenreiter vor Großbritannien, Frankreich und Spanien sein. 

Insgesamt sollen 2020 in Europa 9,5 Prozent der Energie für den Verkehr aus Biosprit bestehen. 

Seine Bestandteile: Ölsaat, Palmöl, Rohr- und Rübenzucker und Weizen. 

Dafür müssten laut Studie weltweit bis zu 69 000 Quadratkilometer Wald, Weiden und Feuchtgebiete als Ackerland kultiviert werden – eine Fläche zweimal so groß wie Belgien. 

Die Folge: Jährlich würden bis zu 56 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt. Das entspricht zusätzlichen 12 bis 26 Millionen Autos auf Europas Straßen.


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15.10.2010

Schöne neue Elektro-Welt

Wer soll die Autos mit Batteriebetrieb eigentlich fahren?

Von Denise Juchem

Viele Experten und nahezu alle Autohersteller erwecken den Eindruck, dass bald CO2-frei gefahren wird - der Strom für die Autos wird dann wie selbstverständlich aus Wasser, Wind und Sonnenschein gewonnen.

Auf den Straßen fährt jedoch noch kein Elektroauto - sieht man einmal von den Flotten- und Alltagstests einiger Hersteller ab. Es gibt diese Mobile praktisch nicht zu kaufen. Das soll sich aber schnell ändern. Der Automobilwirtschaftler Ferdinand Dudenhöffer sieht den kommenden Pariser Salon (2.-17. Oktober) als letzte Messe vor dem Durchbruch der Elektroautos, und immer mehr Hersteller kündigen an, dass sie in Kürze batteriebetriebene Fahrzeuge auf den Markt bringen werden.

Den Anfang machen noch in diesem Jahr der Citroën C-Zero, der Peugeot Ion und der Mitsubishi i-Miev, drei baugleiche Modelle. Vom Elektro-Sportwagen Tesla Roadster und einigen exotischen Miniserien abgesehen, gehört das Trio in Deutschland zu den Ersten, die diesen neuen Weg beschreiten.

Daimler zieht nach. Nachdem der Konzern bei Flottenversuchen mit dem elektrisch betriebenen Smart Erfahrungen gesammelt hat, kommt im Frühjahr nächsten Jahres die A-Klasse E-Cell.

Der erste Strom-Mercedes soll eine Reichweite von mehr als 200 Kilometern haben und an 500 ausgewählte Kunden in mehreren europäischen Ländern vermietet werden. Renault investiert bis 2013 rund vier Milliarden Euro in die neue Technik. Für Ende 2011 hat der Hersteller sein erstes Elektroauto angekündigt, den Kastenwagen Kangoo Rapid Z.E. Kurz darauf soll die Elektro-Stufenhecklimousine Fluence Z.E. folgen. Wenn 2012 noch der Kleinnwagen Zoe und der Zweisitzer Twizy auf den Markt kommen, wird Renault die größte E-Modellpalette haben. In zehn Jahren sollen in Deutschland rund eine Million Elektroautos unterwegs sein. Das ist zumindest das Ziel der Bundesregierung. Wie realistisch der Plan ist, weiß zurzeit niemand.

Und bei Kaufpreisen ab 30 000 Euro oder monatlichen Leasingraten um 500 Euro handelt es sich bei den Elektro-Kleinwagen von Citroën, Peugeot und Mitsubishi nicht gerade um Schnäppchen.

So stehen offenbar recht bald Autos mit E-Motoren zum Kauf bereit, doch der Markt für sie ist nicht da. Laut einer OmniQuest-Studie im Auftrag der Fondsgesellschaft Carlson Funds können sich 40 Prozent der Deutschen vorstellen, ein E-Auto zu kaufen.

In der Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen sind es 63 Prozent. Bei den 50- bis 59-Jährigen spielen immerhin noch 27 Prozent mit diesem Gedanken.




05.10.2010

Mit dieser App kann man seine persönlichen CO2-Emissionen anzeigen lassen

Natürlich sollte dem Besitzer eines modernen Mobiltelefons auch der Umweltschutz am Herzen liegen. Vom Automobilhersteller Toyota gibt es hierzu eine grandiose Erfindung, die nicht nur der Umwelt, sondern auch dem eigenen Geldbeutel zugutekommt. Die Spritspar-App „A glass of water“ zeigt ein virtuelles Wasserglas aus der Vogelperspektive. Legt man das Handy auf den Beifahrersitz, schwappt das virtuelle Wasser hin und her. Je weniger Wasser beim Fahren oder Bremsen verschüttet wird, desto besser für den Spritverbrauch und somit für die Umwelt. Das behauptet zumindest der Hersteller.

Und noch eine App für den naturbewussten Handybesitzer. Mit der CO2-Rechner-App kann man seine persönlichen CO2-Emissionen anzeigen lassen und sie mit dem nationalen Durchschnitt vergleichen. Der Benutzer erfährt, wie viel CO2 er sparen kann, wenn er eine Strecke statt mit dem Pkw mit dem Fahrrad zurücklegt. Energiespartipps, News zur Klimapolitik und zum Klimawandel gibts obendrauf.


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16.08.2010

Hier könnt Ihr unseren aktuellen Flyer runterladen.

Vermindert CO2 in der Atmosphäre und neutralisiert CO2

Unsere Welt hat es verdient. Denkt einmal an die Bäume in Russland welche durch die Feuer vernichtet wurden, und was dieses für unser Klima bedeutet. Man schätzt, daß fast 10 Millionen Bäume vernichtet worden sind.

Forsten wir auf und helfen der Natur.

Waldbrände in Russland


Flyerco2freiCfinal.pdf



28.07.2010

CO2-freie Geschäftsreisen

Der Umweltschutz spielt in deutschen Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Dies belegt die jüngste Umfrage bei den Travel Managern großer, mittlerer und kleiner Unternehmen. Das Interesse, CO2-freie Geschäftsreisen zu organisieren, stieg innerhalb des letzten Halbjahres von sechs auf 15 Prozent.




27.07.2010

Eventmanagement klimaneutral - Immer mehr Eventveranstalter führen Veranstaltungen CO2-neutral durch

Die Themen steigende CO2-Emissionen und Klimawandel gewannen in den vergangenen Jahren immer mehr an Aufmerksamkeit und Bedeutung. Auch die Eventbranche hat das Thema Klimaschutz für sich entdeckt und in steigendem Maße berücksichtigen Veranstalter beim Eventmanagement Klimaschutzaspekte. Die Themen steigende CO2-Emissionen und Klimawandel gewannen in den vergangenen Jahren immer mehr an Aufmerksamkeit und Bedeutung. So werden sich mehr Unternehmen Ihrer Verantwortung für die Umwelt und der Bedeutung von Nachhaltigkeit bewusst und auch Verbraucher bevorzugen immer stärker nachhaltig produzierte Produkte.

 

Auch die Eventbranche hat das Thema Klimaschutz für sich entdeckt und in steigendem Maße berücksichtigen Veranstalter beim Eventmanagement Klimaschutzaspekte. 




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