Aktuelle Meldungen

An dieser Stelle tragen wir Ihnen regelmäßig themenrelevante Informationen und Pressemeldungen zusammen.
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12.05.2020

Coronavirus - bei GO! kontaktlose Zustellung und Abholung eingerichtet

Ab Montag, 23. März, stellt der Express- und Kurierdienstleister GO! Express & Logistics auf die kontaktlose Zustellung und Abholung um. Dabei gehen präventive und logistische Maßnahmen Hand in Hand - zum Schutz von Kunden, Versendern, Empfängern und Kurieren. 

Das Coronavirus breitet sich weiter aus und damit verbundene Restriktionen und Vorkehrungen nehmen zu. Auch GO! Express & Logistics verstärkt ihre Schutzmaßnahmen und stellt auf die kontaktlose Zustellung bzw. Abholung um, um direkten Kontakt zwischen Kunde, Versender, Empfänger und Kurier zu vermeiden - und um damit alle Beteiligten zu schützen. Das bedeutet: Für die Dauer der Krise ist eine direkte Unterschrift nicht nötig. Zusätzliche Informationen für Versender oder Empfänger, z. B. zur Zustell- oder Abholzeit, können durch die Buchung eines telefonischen Avis erfolgen. Das Abstellen von Sendungen an einem festgelegten Alternativort mithilfe einer Abstellgenehmigung ist ebenso möglich. Diese Leistungen können natürlich auch bei Abholungen in Anspruch genommen werden. Diese Maßnahmen sind grundsätzlich für alle Services möglich, ausgenommen solche, für die eine gewisse Legitimation, wie z. B. bei der Code-Zustellung, ein zentraler Dienstleistungsbestandteil ist. 

"Als Dienstleister für in dieser Zeit systemrelevante Branchen wie den Healthcare-Bereich wollen wir mit allem unterstützen, was die Lieferkette und somit die lückenlose Versorgung sichern kann", betont Ulrich Nolte, Geschäftsführer der GO! Deutschland. "Selbstverständlich haben wir alle betriebsinternen und operativen Abläufe in unserem Unternehmen auf die grundsätzlichen Präventionsempfehlungen der WHO, des Robert Koch-Instituts und des Bundesgesundheitsministeriums ausgerichtet bzw. angepasst." 

Parallel dazu habe der Express- und Kurierdienstleister seine Lagerkapazitäten erhöht, um seinen Kunden zusätzliche Flächen zur Sicherstellung einer Waren- und Produktverfügbarkeit anzubieten und verstärke darüber hinaus seinen Wochenend-Service. 

Nationaler und internationaler Transport möglich - Risikogebiete ausgenommen 

Ziel von GO! ist eine reibungslose Abwicklung der erteilten Transportdienstleistungen im Rahmen der aktuellen gesetzlichen und behördlichen Grenzen und Vorgaben. So können - mit Ausnahme der behördlich ausgewiesenen Risikogebiete - aktuell Abholungen und Zustellungen national wie international abgewickelt werden. Aufgrund von Grenzkontrollen kann es zu Verzögerungen kommen. Soweit möglich und rechtlich zulässig, bemüht sich GO! auch um die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen. Bei der Bereitstellung der Services folgt der Express- und Kurierdienstleister seinem Pandemieplan, der laufend angepasst wird. So steht das Unternehmen in ständigem Austausch mit den zuständigen Stellen, um jeweils aktuell auf veränderte Situationen angemessen reagieren zu können und die Kunden entsprechend zu informieren. GO! weist darauf hin, dass die Vorgaben der Behörden zu Service-Einschränkungen führen können, die im Interesse der Gesundheit aller strikt eingehalten werden. 

Über GO! EXPRESS & LOGISTICS 

GO! Express & Logistics ist Europas größter konzernunabhängiger Anbieter von Express- und Kurierdienstleistungen. Das weltweit operierende Partnernetzwerk wurde 1984 gegründet und umfasst aktuell über 100 GO! Stationen in Europa. Rund 1.400 Mitarbeiter und 1.200 Kuriere sind täglich im Einsatz und sorgen für den Transport der jährlich mehr als 7,5 Millionen Sendungen. 

GO! bietet unter dem Motto "Alles außer_gewöhnlich" ein breites Portfolio an Logistiklösungen: vom regionalen Kuriertransport bis hin zum weltweiten Expressversand. Von Waren, Dokumenten und besonders zeitkritischen Sendungen bis hin zu sensiblen Versandinhalten oder komplexen Logistikanforderungen. Maßgeschneiderte Lösungen für Branchen und vielfältige Value Added Services runden das Portfolio an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr ab. 

Mehr unter www.general-overnight.com

 


20.12.2019

Klimaschutz beginnt im Haushalt

Die 77 besten Klimaschutz-Tipps

Wer etwas zum Klimaschutz beitragen möchte, muss darauf achten, Energie einzusparen. Aber auch an anderen Stellen ist Handeln gefragt. Wussten Sie, dass zu hoher Fleischkonsum das Klima negativ beeinträchtigt?

 

 

Energie sparen beim Kochen

Klima-Kohle-Demo am 1. Dezember 2018 in Berlin - Foto: Volker Gehrmann

Die Freisetzung von Kohlendioxid (CO2) ist der Hauptverursacher des Klimawandels und entsteht überall dort, wo wir kohlenstoffhaltige Energieträger verbrennen. Hierbei handelt es sich überwiegend um die so genannten fossilen Ressourcen Kohle, Öl und Gas, die wir zur Produktion von Strom, Wärme oder Bewegungsenergie verfeuern und damit die globale Erderwärmung weiter beschleunigen. Private Haushalte haben wesentlichen Einfluss darauf, ob sich die durch Energieerzeugung, Produktion von Waren und Dienstleistungen sowie im Verkehr entstehenden CO2-Emissionen in Deutschland im erforderlichen Umfang verringern.

Wer etwas zum Klimaschutz beitragen möchte, muss daher vor allem darauf achten, Energie einzusparen und den Einsatz erneuerbarer Energien unterstützen. Aber auch an anderen Stellen ist Handeln gefragt - oder hätten Sie gewusst, dass zu hoher Fleischkonsum das Klima negativ beeinträchtigt? Egal ob im Verkehr oder beim Einkaufen, jeder Einzelne kann also etwas tun. Fangen Sie mit zwei oder drei unserer Tipps an - Sie werden sehen, Sie schonen damit nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel.
 

 

 

 

Einkaufen

Einkaufswagen

Bio-Supermarkt - Foto: NABU/Sebastian Hennigs

Regionale Produkte kaufen
Kaufen Sie regionale Produkte - das spart überflüssige Transportwege.

Weniger Tierprodukte konsumieren
Täglich wird Regenwald abgeholzt, um Platz für neue Soja-Plantagen und Rinderweiden zu schaffen. Das Soja dient vorwiegend den Tieren als Futter. Ein Teufelskreis, denn bei der Entwaldung wird Kohlendioxid freigesetzt und die Rinder stoßen eine nicht unbeträchtliche Menge Methan aus. Versuchen Sie sich daher, beim Fleisch- und Milchproduktkonsum etwas einzuschränken. Gesund ist der Genuss von 600 Gramm Fleisch pro Woche, was von den meisten Deutschen bei weitem überschritten wird.

Produkte aus Bio-Anbau kaufen
Bio-Landwirtschaft greift im Vergleich zu herkömmlicher Landwirtschaft nur auf ein Drittel soviel fossile Energieträger zurück.

Recyclingpapier kaufen
Für die Herstellung von Recyclingpapier werden weniger Energie und Wasser benötigt.

Nachfüllpacks bevorzugen
Bevorzugen Sie beim Einkauf Nachfüllpacks, um überflüssigen Müll zu vermeiden.

Getränke in größeren Flaschen einkaufen
Ziehen Sie beim Einkauf 1,5 Liter-Flaschen den kleineren Flaschen vor. Bei deren Herstellung wird im Vergleich weniger Material und damit auch weniger Energie benötigt.

Mehrwegtasche verwenden
Kaufen Sie keine Plastiktüten, sondern benutzen Sie lieber Stofftaschen oder Einkaufskörbe.
 

 

 

Kühlen

Kühlschrank am richtigen Ort aufstellen
Der Kühlschrank gehört zu den größten Stromfressern im Haushalt. Auch hier lassen sich Strom und Kosten sparen, wenn das Gerät an einem kühlen Ort aufgestellt wird.

Kühlschrank nicht unnötig lange öffnen
Das Gerät braucht weniger Strom, wenn die Türen nicht länger als notwendig geöffnet werden. Am meisten Energie verbraucht der Kühlschrank nach dem Einkauf, wenn das Gerät die frisch eingeräumten Lebensmittel herunterkühlen muss.

Lebensmittel abkühlen lassen, bevor Sie in den Kühlschrank kommen
Lassen Sie noch heiße Gerichte erst auf Raumtemperatur abkühlen, bevor Sie diese in den Kühlschrank stellen. Das Gerät braucht so weniger Energie, um die Nahrungsmittel herunterzukühlen.

Kühlschrank bei Vereisung abtauen
Wenn sich im Tiefkühlfach Ihres Kühlschranks eine Eisschicht gebildet hat, sollten Sie diesen abtauen, denn diese erhöht den Stromverbrauch.

Kühlschrank bei längerer Abwesenheit abschalten
Wenn Sie mehrere Wochen nicht zuhause sind, sollten Sie den Kühlschrank ganz abschalten. Vergessen Sie nicht, die Tür offen stehen lassen, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Lebensmittel im Kühlschrank gut verpacken
Legen Sie die Lebensmittel im Kühlschrank am besten in Dosen und verpacken Sie auch die Nahrungsmittel im Gefrierfach gut.

Auf Gefrierschrank verzichten
Wenn möglich, sollten Sie auf einen Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe verzichten, denn diese sind wahre Stromfresser. Meist tut es auch schon ein kleines Gefrierfach im Kühlschrank.
 

 

 

Kochen

Spargelteller

Einkaufswagen mit Bioprodukten - Foto: NABU/Sebastian Hennigs

Mikrowelle seltener benutzen
Die Mikrowelle hat einen hohen Stromverbrauch. Nutzen Sie das Gerät daher lieber seltener.

Gefrorene Lebensmittel rechtzeitig auftauen
Lassen Sie gefrorene Lebensmittel rechtzeitig auftauen, um hierfür nicht die Mikrowelle einsetzen zu müssen.

Kochen mit Deckel
Schließen Sie beim Kochen den Kochtopf. Ein offener Topf erhöht den Energieverbrauch.

Kochtopf mit richtiger Größe
Stellen Sie auf die Herdplatten nur Kochtöpfe der richtigen Größe. Wenn der Topf über die Platte hinausragt, verlängert das die Kochzeit. Ist sein Durchmesser dagegen zu klein, geht Energie ungenützt verloren.

Schnellkochplatte benutzen
Setzen Sie die Schnellkochplatte ebenso ein wie Schnellkochtöpfe, um die Kochzeit zu verringern.

Energiesparend kochen
Kochen Sie mit einer möglichst geringen Menge Wasser und schalten Sie die Kochplatte rechtzeitig aus, um die Nachhitze zu nutzen.

Wasserkocher statt Herd nutzen
Wenn sie Wasser für Tee oder ähnliche Getränke erhitzen, nutzen Sie lieber den Wasserkocher statt der Herdplatte.

Nicht mehr Wasser als benötigt kochen
Füllen Sie in den Wasserkocher nur soviel, wie Sie auch wirklich benötigen. Mehr Wasser bedeutet mehr Stromverbrauch, zudem braucht der Wasserkocher dann länger.
 

 

 

Bad

Wasserhahn

Wäscheleine - Foto: Helge May

Duschen statt Baden
Ziehen Sie eine Dusche dem Vollbad vor und duschen Sie nicht länger als nötig.

Wasserhahn zudrehen
Drehen Sie den Wasserhahn zu, während Sie sich beispielsweise die Zähne putzen. Außerdem sollten Sie tropfende Hähne reparieren.

Niederdruck-Brausekopf installieren
Wenn Sie einen Niederdruck-Brausekopf in Ihre Dusche einbauen, begrenzen Sie Ihren Warmwasserverbrauch. Damit sparen Sie mehr als die Hälfte der Energie.

Einhandhebelmischer einbauen
Nutzen Sie Einhandhebelmischer für Küche und Bad. Sie können so schneller die gewünschte Temperatur einstellen und damit Wasser einsparen.

Spülstopptaste für die Toilette
Nutzen Sie eine Spülstopp- bzw. Spartaste, um den Wasserverbrauch zu senken. Achten Sie außerdem darauf, dass der Spülkastenablauf richtig abgedichtet ist.
 

 

 

Waschmaschine

Bei niedriger Temperatur waschen
Kleidung bei 90 Grad zu waschen ist heutzutage in der Regel unnötig. Meistens reichen sogar 40 Grad völlig aus. Weitere Energie sparen Sie ein, wenn Sie auf die Vorwäsche verzichten.

Waschmaschinentrommel ganz füllen
Das Volumen der Waschmaschinentrommel sollten Sie nutzen. Weniger Wäsche in der Trommel bedeutet mehr Waschgänge und somit auch mehr Energieverbrauch.

Auf den Trockner verzichten
Verzichten Sie auf einen Wäschetrockner. Das Gerät benötigt noch mehr Strom als die Waschmaschine. Trocknen Sie die Wäsche stattdessen lieber im Waschkeller oder an der frischen Luft.
 

 

 

Heizung

Brennstoffzelle

Heizungsanlage - Daniel Hundmaier

Türen und Fenster abdichten
Das Abdichten von Fenstern und Türen verhindert, dass Wärme nach außen entweicht und mehr geheizt werden muss.

Heizung nachts runterdrehen
Die Heizung sollte nachts zwar nicht ganz aufgedreht sein, aber auch nicht ausgeschaltet. Sie benötigt sonst am nächsten Tag viel Energie, um die Temperatur wieder herzustellen.

Heizung nicht voll aufdrehen
Vermeiden Sie es, die Heizung auf vollen Touren laufen zu lassen. Schon mit einem Grad weniger Raumtemperatur verringern Sie Heizkosten und Energieverbrauch stark.

Heizkörper nicht verdecken
Stellen Sie keine Möbel vor die Heizkörper und verdecken Sie diese nicht mit Vorhängen. Diese Barrieren verhindern den Wärmefluss in den Raum und erhöhen so die Heizkosten.

Nachts Rollläden und Vorhänge schließen
Bei den tiefen Außentemperaturen in der Nacht wird die meiste Wärme über die Fenster verloren. Wenn Sie Rollläden, Vorhänge und Klappläden schließen, können Sie diesen Wärmeverlust bereits um einige Prozent eindämmen.

Stoßlüften
Im Winter sollten Sie lieber nicht die Fenster kippen. Öffnen Sie die Fenster stattdessen wenige Minuten komplett. So vermeiden Sie, dass zu viel Wärme entweicht.

Heizung regelmäßig warten
Gerade bevor die kalte Jahreszeit beginnt, sollten Sie einen Fachmann Ihre Heizungsanlage warten lassen.

Fenster mit Doppelverglasung
Falls Sie Fenster mit einfacher Verglasung haben, ersetzen Sie diese durch solche mit Doppelverglasung. Die Dämmwirkung hält die Wärme im Raum und spart damit einen Teil der Beheizung.

Thermostatventile
Schon eine um ein Grad Celsius höhere Raumtemperatur lässt den Energieverbrauch einer Heizung um fünf bis sechs Prozent steigen. Thermostatventile, die die Heizung bei Erreichen der gewünschten Raumtemperatur automatisch drosseln, sollten deshalb an keinem Heizkörper fehlen. Noch besser, weil genauer, sind programmierbare elektronische Thermostatventile. Damit kann man auch als Mieter Nebenkosten sparen. So lässt sich zum Beispiel die Raumtemperatur werktags, wenn alle bei der Arbeit oder in der Schule sind, oder auch nachts automatisch senken. Und zum Feierabend, zum Schulschluss oder morgens beim Aufstehen ist es dann wieder angenehm warm in der Wohnung. Das Austauschen der Ventile ist ganz leicht: einfach die alten Thermostatventile abschrauben und die neuen aufschrauben. Bei einem Umzug können Sie die neuen Ventile wieder gegen die alten austauschen und mitnehmen.

Weitere Tipps zur energiesparenden Beheizung finden Sie auf der Website des Verbandes privater Bauherrn: "Das ABC des Heizens"
 

 

 

Größere Anschaffungen

Photovoltaikanlage

Einfamilienhaus mit Solaranlage - Foto: Daniel Hundmaier

Bei Neuanschaffung von Elektrogeräten auf Energieverbrauch achten
Clever einkaufen - Energie und Kosten sparen: Sie stehen vor einer neuen Anschaffung? Egal ob neuer Kühlschrank, Waschmaschine oder Fernseher - mit der Kampagne EcoTopTen nimmt Ihnen das Öko-Institut die aufwändige Recherchearbeit ab: Zentrales Element bei EcoTopTen sind die jährlichen Gesamtkosten. Das heißt, es wird nicht nur der Kaufpreis verglichen, sondern es fließen auch die Folgekosten in die Bewertung ein, zum Beispiel für Strom-, Wasser- und Waschmittelverbrauch bei Waschmaschinen oder für Steuern, Versicherungen, Wertverlust und Kraftstoffverbrauch bei Autos. In zehn Bereichen gibt es jeweils Empfehlungen für ökologische Spitzenprodukte mit hoher Qualität und einem gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Geschirrspüler anschaffen
Ein richtig genutzter Geschirrspüler ist effizienter als das Spülen von Hand.

Das Haus dämmen
Mit einer besseren Hausdämmung verhindern Sie, dass aus Ihren vier Wänden zuviel Wärme entweicht. Damit können Sie nicht nur Energie, sondern auch enorme Kosten sparen. Lassen Sie sich hierfür von Fachleuten beraten.

Wärmebedarf senken, Heizung modernisieren
Richtig Energie sparen lässt sich am besten mit einer neuen Heizung. Bei der Investition greift der Staat mit Förderprogrammen unter die Arme. Ein Energieberater hilft Ihnen bei der Analyse Ihres aktuellen Energieverbrauchs und erarbeitet einen individuellen Plan zur Optimierung des Wärmeverbrauchs. Die Investition amortisiert sich schnell aufgrund der eingesparten Brennstoffkosten. Neben modernen und effizienten Brennwertkesseln gibt es auch Alternativen wie Erdwärmeheizungen oder Pellets, die aus kleinen Holzstückchen gepresst werden. Infos gibt es zum Beispiel unter www.energiefoerderung.info

Solarenergie nutzen
Solarkollektoren auf dem Dach lohnen sich vor allem als Ergänzung zur Heizung und für die Warmwasserbereitung. Sie können bis zur Hälfte des jährlichen Wärmebedarfs abdecken, bei Häusern nach Niedrig-Energie-Standard sogar mehr. Photovoltaik-Anlagen eignen sich dagegen zur Erzeugung von Strom, den Sie bei Einspeisung ins öffentliche Netz über das Erneuerbare-Energien-Gesetz vergütet bekommen. Bei steigenden Strompreisen wird der Eigenverbrauch des Stroms aus Photovoltaik immer wichtiger. Die Einspeisevergütung hingegen spielt eine immer geringere Rolle, da sie laufend gesenkt wird. Technische Hilfsmittel können den Eigenverbrauch des Solarstroms erhöhen. Hierzu gehören Stromspeicher oder die gezielte Verbrauchssteuerung mittels Wärmepumpe. Durch verstärkten Eigenverbrauch können zudem die Stromnetze entlastet werden.

 

 

 

Büro

Desktop-PC gegen Notebook vertauschen
Hier kommt es darauf an, wofür Sie den PC benutzen. Notebooks sind oft schon genauso leistungsfähig wie große Rechner und dabei wesentlich energieeffizienter.

Monitor ausschalten
Schalten Sie den Monitor aus, wenn Sie ihn nicht benötigen, statt den Bildschirmschoner laufen zu lassen. Grafisch aufwändige Bildschirmschoner brauchen viel Energie.

Drucker und Scanner ausschalten
Schalten Sie auch Drucker und Scanner aus, wenn Sie die Geräte nicht benötigen. Gerade Laserdrucker können sonst im Stand-by-Modus unbemerkt Strom fressen.

Papierverbrauch einschränken
Überlegen Sie sich vor dem Ausdrucken von Dokumenten, ob dies wirklich nötig ist.
 

 

 

Energieverbrauch im Haushalt allgemein

Energiesparlampe

Herkömmliche Glühbirnen - Foto: Daniel Hundmaier

Den Stromanbieter wechseln
Es gibt vier größere bundesweite Anbieter von Ökostrom: greenpeace energy, Lichtblick, Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und Naturstrom AG. Der NABU empfiehlt diese mit seiner Beteiligung an der Kampagne, um möglichst viele Leute bundesweit zu einem Anbieterwechsel zu motivieren. Auf der Website stellen wir unsere Mindestkriterien und die Anbieter kurz vor. Unter www.verivox.de findet sich ein Ökostromrechner, der auch einen Preisvergleich mit regionalen und konventionellen Stromanbietern ermöglicht. Wenn ein Anbieter beim Grünen Strom Label zertifiziert ist, wird sowohl die Herkunft des Stroms aus Erneuerbaren Energien wie auch ein zusätzlicher Förderbeitrag zum Neubau von zusätzlichen Anlagen garantiert. Mit dem Wechsel zu einem Ökostromanbieter leisten Sie ihren individuellen Beitrag zum zukunftsfähigen Umbau unserer Energieversorgung.

Energiespar- und LED-Lampen
Glühbirnen mit Wolframfaden als Leuchtmittel verbrauchen bei gleicher Helligkeit fünfmal soviel Strom wie Energiesparlampen. Der flächendeckende Einsatz von Sparlampen bietet also enormes Potenzial zur Minderung des Kohlendioxid-Ausstoßes. Die Verbraucher könnten außerdem viel Geld sparen. Zwischen 5000 und 15.000 Stunden reicht das Leben einer Energiesparlampe gegenüber nur 1000 bei der Glühbirne. Trotz des zunächst höheren Anschaffungspreises rechnet sich der Kauf. Allerdings enthalten Energiesparlampen Quecksilber. Inzwischen gibt es mit der LED-Technik eine gute Alternative: Diese Leuchtdioden sparen Strom und halten in der Regel noch einmal deutlich länger, sind dabei allerdings auch teuerer. Für Stellen, an denen lange das Licht brennt, sind sie erste Wahl, z. B. bei der Hausnummernbeleuchtung.

Überflüssige Lampen ausschalten
Oft brennt mehr Licht als notwendig. Schalten Sie einfach mal ab.

Elektrogeräte abschalten
Fernseh-, DVD- und ähnliche Geräte sollten Sie besser nicht nur per Fernbedienung, sondern ganz ausschalten. Im Stand-by-Modus verbrauchen sie sonst weiter Strom. Am besten kaufen Sie eine abschaltbare Steckdosenleiste - so können Sie sichergehen, dass die Geräte nicht unnötig Energie verbrauchen.

Akkus leeren
Bevor Sie akkubetriebene Geräte wie Handys oder elektrische Zahnbürsten aufladen, sollten diese fast leer sein. Denn auch wenn Sie diese mit vollem Akku ans Netz anschließen, ziehen sie kontinuierlich Strom.

Akkus statt Batterien kaufen
Kaufen Sie statt Batterien lieber Akkus, die Sie mit einem Ladegerät wieder aufladen können.

Geschirrspüler nur gut gefüllt anschalten
Ebenso wie die Waschmaschine sollten Sie auch den Geschirrspüler erst anschalten, wenn er richtig voll ist.

Geschirrspüler im Energiesparmodus laufen lassen
Lassen Sie den Geschirrspüler im Energiesparmodus laufen, ist der Verbrauch wesentlich geringer.

Bei Gartenarbeit auf elektrische oder motorbetriebene Geräte verzichten
Verzichten Sie bei der Gartenarbeit auf unnötige Geräte, die häufig nicht Lärm verursachen, sondern bei Benzinbetrieb auch Schadstoffe ausstoßen.

Recycling
Recycling ist nach wie vor ein wichtiges Thema. Durch das Recycling von Rohstoffen wird neben den Rohstoffen selbst auch Energie eingespart. Darum: Müll trennen!
 

 

 

Verkehr

Fahrradampel - Foto: Helge May

Fahrradampel - Foto: Helge May

Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel nutzen
Auch die bewusste Wahl der Verkehrsmittel trägt zum Klimaschutz bei: Für kurze Strecken mal das Auto stehen lassen und auf Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, für weitere Entfernungen innerhalb Deutschlands die Angebote im Nah- und Fernverkehr der Bahn prüfen.

Flüge vermeiden
Nach wie vor stoßen Flugzeuge eine hohe Menge an Schadstoffen aus. Gerade Inlandsflüge lassen sich oft vermeiden. Aber auch bei Fernreisen sind die Bahn und sogar Reisebusse die umweltfreundlichere Wahl.

Bei unvermeidlichen Flügen: Atmosfair
Bei unvermeidbaren Flügen gibt es unter www.atmosfair.de die Möglichkeit, die entstandenen Emissionen berechnen und ausgleichen zu lassen. Sie zahlen freiwillig für die durch Ihren Flug verursachten Treibhausgase. Das Geld wird zum Beispiel in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte in Entwicklungsländern investiert, um dort eine Menge Treibhausgase einzusparen, die eine vergleichbare Klimawirkung haben wie die Emissionen aus dem Flugzeug. Ihr Geld trägt dazu bei, diese Projekte zu ermöglichen.

Fahrgemeinschaften nutzen
Kennen Sie Kollegen, die denselben Arbeitsweg haben wie Sie? Sprechen Sie sie doch auf eine Fahrgemeinschaft an. Durch eine Fahrgemeinschaft sparen Sie Sprit und Geld, und Sie und Ihre Kollegen können sich mit dem Fahren abwechseln. Zudem ist der Arbeitsweg zusammen mit netten Arbeitskollegen viel unterhaltsamer.

Niedrigtourig fahren
Schalten Sie frühzeitig und geben Sie dafür mehr Gas und fahren Sie stets im höchstmöglichen Gang. In der Regel können Sie bei Tempo 30 den dritten, bei 40 den vierten und bei 50 den fünften Gang einlegen. Niedertouriges Fahren schadet dem Motor keineswegs, im Gegenteil, der Verschleiß reduziert sich.

Motor nicht warm laufen lassen
Lassen Sie Ihren Motor nicht warm laufen - fahren Sie direkt nach dem Starten los und schalten Sie bereits nach einer Wagenlänge in den zweiten Gang.

Nicht Rasen
Rasen Sie nicht auf der Autobahn - bei einer Geschwindigkeit über 100 Stundenkilometer steigt der Spritverbrauch überproportional an. Ein gleichmäßiges Reisetempo zwischen 100 und 130 Stundenkilometer vermeidet zudem häufiges Bremsen und Beschleunigen und spart so doppelt.

Bergab vom Gas gehen
Gehen Sie bergab vom Gas. Werden Sie aufgrund der Bremswirkung des Motors zu langsam, schalten Sie in den nächsten Gang und nutzen Sie den Schwung so lange es geht.

Motor abschalten
Schalten Sie nicht nur an Bahnübergängen, sondern auch bei längeren Wartezeiten an der Ampel den Motor ab. Damit sparen Sie spätestens ab 30 Sekunden Sprit ein. (Achtung: Auf keinen Fall während der Fahrt den Motor abstellen!)

Stromfresser maßvoll einsetzen
Je stärker die Lichtmaschine durch elektrische Verbraucher belastet wird, desto höher ist der Kraftstoffverbrauch. Einer der größten Energiefresser ist die Klimaanlage, die den Verbrauch um bis zu zwei Liter je 100 Kilometer erhöht. Vergessen wird oft die Heckscheibenheizung. Die "verbraucht" pro Stunde rund 0,1 Liter Sprit. Umgerechnet auf den Stadtverkehr sind das 0,3 bis 0,4 Liter pro 100 Kilometer.

Gewicht verringern
Entrümpeln Sie Ihren Kofferraum und werfen Sie überflüssiges Gewicht ab.

Reifendruck prüfen
Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Reifendruck. Orientieren Sie sich am empfohlenen Druck für volle Beladung.

Leichtlauföl und -reifen benutzen
Verwenden Sie beim nächsten Ölwechsel synthetisches Leichtlauföl, beim nächsten Reifenwechsel Leichtlaufreifen.

Richtige Wahl beim Autokauf
Achten Sie beim Kauf eines Neuwagens auf Spritverbrauch und Emissionswerte und beziehen Sie Ihre Lebensumstände mit ein. Wenn Sie in der Stadt wohnen und häufig kurze Strecken fahren, eignet sich für Sie ein anderes Fahrzeug als für Langstreckenfahrer. Für Familien lohnen sich Erdgasfahrzeuge, die besonders günstig im Verbrauch sind und weniger Schadstoffe ausstoßen. Eine sinnvolle Kaufempfehlung finden Sie unter www.besser-autokaufen.de

Statt eines eigenen Autos Carsharing nutzen
Eine grundsätzliche Frage sollten Sie sich in jedem Fall stellen: benötigen Sie wirklich ein eigenes Auto? Oftmals ist ein Auto im Alltag unnötig oder sogar hinderlich - wer in einer Großstadt lebt, weiss, dass man oft schneller und einfacher mit öffentlichen Verkehrsmitteln ans Ziel kommt. Wer also nur ab und an ein Auto braucht, um zum Beispiel größere Einkäufe zu erledigen oder ins Grüne zu fahren, kann sich zum Carsharing anmelden. Einmal angemeldet kann man schnell und einfach jederzeit ein Auto mieten - ganz unbürokratisch. Eine Liste der Carsharing-Anbieter finden Sie auf den Seiten des www.carsharing.de


12.07.2019

Die Klimaversprechen der Dax-Konzerne

Die Bundeskanzlerin verspricht, dass Deutschland bis 2050 klimaneutral werde. Ohne die Wirtschaft bleibt das pure Illusion – und mit ihr?

Die große Übersicht über alle Dax-30-Unternehmen:
Wie viel CO2 stoßen Deutschlands größte Konzerne aus? Und welche Klimaziele verfolgen sie?
Spätestens mit dem Klimaschutzabkommen von Paris, das seit dem November 2016 in Kraft ist, hat sich Deutschland zu einer drastischen Reduktion der Treibhausgasemissionen verpflichtet. Zwar legt das Abkommen keine exakten Grenzwerte fest – das formulierte Ziel ist es, die Erwärmung bis 2050 deutlich unter 2 Grad zu halten (als Konsens gilt sogar die 1,5-Grad-Marke). Doch um die Zusagen einzuhalten, müssten die deutschen Emissionen um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 sinken.

Allein: Werden alle bislang getroffenen Maßnahmen inklusive des Kohleausstiegs effizient umgesetzt, wird nach Berechnungen der Boston Consulting Group (BCG) bis 2050 lediglich ein Minus von 61 Prozent erreicht. Um die Lücke zu schließen, müssen vor allem die Unternehmen deutlich mehr einsparen.


15.04.2019

Daimler soll CO2-frei werden – Aktie steigt

Der designierte Daimler-Chef Ola Källenius will Daimler bis spätestens 2040 CO2-frei machen, schreibt das "Manager Magazin". Mit der Image-Pflege hat der Schwede offenbar schon vor seinem eigentlichen Amtsantritt begonnen. In Zukunft könnte es bei dem Premium-Hersteller außerdem Entlassungen geben. Der designierte Zetsche-Nachfolger Ola Källenius: Er will den Konzern grüner machen. (Foto: Daimler) ad-banner ad-banner Noch steht er nicht an der Spitze des Daimler-Konzerns. Aber Ola Källenius, der im Mai Dieter Zetsche als Chef des Stuttgarter Autobauers beerben wird, hat angeblich jetzt schon große Pläne. Der Schwede wolle Daimler bis spätestens 2040 zu einem CO2-freien Unternehmen machen und so das angekratzte Image aufpolieren, schreibt das "Manager Magazin" und beruft sich dabei auf nicht genauer definierte Konzern-Kreise. Das gelte für die Fahrzeuge, die Werke und auch für die Zulieferer. Das Projekt Nullemission solle ein Pfeiler der neuen Konzernstrategie werden, heißt es in dem Bericht weiter. Man werde dieses Ziel sicher in Stufen erreichen. Sollte Daimler die CO2-Emissionen tatsächlich bis 2040 auf null drücken, wäre das zehn Jahre früher, als es das Pariser Klimaabkommen vorsieht.


20.02.2019

CO2-Grenzwerte für Lkw: Autoindustrie wenig begeistert

Die EU verbucht die Einigung auf verbindliche CO2-Grenzwerte für Lkw als Erfolg. Zwar sind die Auflagen laxer als ursprünglich geplant, die Autoindustrie reagiert dennoch wenig begeistert. Von Holger Beckmann, ARD-Studio Brüssel Für die Europäische Kommission ist es ein Signal. Und sie nimmt für sich in Anspruch zu sagen: Sie meint es ernst mit dem Klimaschutz. Denn es kommen nun die ersten jemals europaweit festgeschriebenen CO2-Standards für schwere Nutzfahrzeuge. Lastwagen dürfen demnach in Zukunft nur noch deutlich weniger CO2 ausstoßen als bisher. Die Einigung zwischen EU-Parlament, Mitgliedsstaaten und Kommission sieht vor, dass die Emissionen von solchen Neufahrzeugen im Jahr 2030 um 30 Prozent unter den heutigen liegen müssen. In sechs Jahren ist bereits eine Reduktion um 15 Prozent vorgesehen. Ursprünglich strengere Vorgaben geplant Im Dezember hatte man sich bereits auf strengere Vorgaben für den CO2-Ausstoß von Personenwagen geeinigt. Die neuen Regeln für Lkw sind nun der nächste Schritt, mit dem die EU die Vorgaben aus dem Pariser Klimaschutzabkommen erreichen will. Das sei ein neuer und belastbarer Beweis dafür, "dass die Junker-Kommission eine europaweite Energiewende und eine vorausschauende Klimaschutzpolitik ins Zentrum ihrer Arbeit stellt", sagt Kommissionssprecher Margaritis Schinas. Mit der jetzt erzielten Vereinbarung habe man alle gesetzlichen Regeln in der Hand, um die gesamten Treibhausgase in der EU langfristig um 40 Prozent zu senken. Widerstand gegen die neuen Grenzwerte Fahrzeughersteller hatten sich gegen die neuen Grenzwerte gewehrt. Das war allerdings auch schon der Fall, als man sich in der EU Ende vergangenen Jahres auf die strengeren Werte für Personenwagen verständigt hatte. Allerdings fällt die CO2-Reduktion für Pkw auch deutlicher aus, sie liegt nämlich bei 37,5 Prozent bis 2030, und das bezogen auf die ausgestoßene CO2-Menge von 2021. Die Reduktionsziele müssten bezahlbar und umsetzbar sein, bewertete Bernhard Mattes vom Verband der Deutschen Automobilindustrie die Einigung. Die Regulierung setzt starke Grenzwerte und wir wissen aus heutiger Sicht nicht, wie diese Grenzwerte in der Zeit erreicht werden sollen. Eine viel befahrene Straße bei Nacht. | Bildquelle: dpa Wie kommen Emissions-Grenzwerte zustande? Die EU hat die Grenzwerte für Kohlendioxid verschärft. Wer legt die Grenzwerte fest und nach welchen Richtlinien? Und wie sehr schaden sie der Wirtschaft? Von Andreas Meyer-Feist. | mehr "Klares Signal für saubere Lastwagen" Auch die jetzt vereinbarten Ziele für Lastwagen seien zu ambitioniert, sagte Mattes heute. Dass die Verringerung des Ausstoßes insgesamt geringer ausfallen soll als für Personen-Autos, wird damit begründet, dass Halter von Nutzfahrzeugen - also Speditionen - ohnehin stärker auf einen möglichst geringen Kraftstoff-Verbrauch achten und Hersteller deshalb schon bisher viel Wert auf möglichst niedrige CO2-Emissionen gelegt haben. Das EU-Parlament fand dieses Argument aber wenig überzeugend und hatte sich für ein ähnlich strenges Reduktionsziel ausgesprochen wie für Pkw. Trotzdem sind auch die Grünen-Europaparlamentarier mit dem jetzt erzielten Kompromiss zufrieden. "Wir haben jetzt erstmals fest geschriebene Reduktionsziele bis 2030 - das zusammen mit einer Förderung für innovative CO2-freie Antriebe wird ein sehr klares Signal geben für sauberere Lastwagen auf unseren Straßen", sagte der niederländische Grüne Bas Eikhoust. Und das sei ein Erfolg, weil es vor allem von deutscher Seite erheblichen Widerstand gegeben habe.


20.10.2018

Lkw-Flotten: EU-Umweltausschuss für 35% CO2-Senkung

Auf dem Weg zu verbindlichen CO2-Grenzwerten für Lkw in der EU wurde die nächste Etappe eingeläutet: Der Umweltausschuss des EU-Parlaments stimmte nun für eine CO2-Reduktion neuer Lkw um 35 Prozent bis zum Jahr 2030, mit einem Zwischenziel von 20 Prozent bis 2025. Auch naht eine Elektro-Quote für Stadtbusse.

Das ist ambitionierter als der Vorschlag der EU-Kommission, die wie berichtet eine Senkung bis 2025 um 15 Prozent und bis 2030 um 30 Prozent befürwortet hatte. Auch in Sachen Elektrifizierung geht der Umweltausschuss des EU-Parlaments über den Vorschlag der Kommission hinaus und fordert feste Quoten: Bis 2030 müssten demnach 20 Prozent aller in der EU verkauften neuen Lkw mit einem Elektro- oder Hybridantrieb ausgerüstet sein, mit einem Zwischenziel von fünf Prozent bis 2025. Bei Bussen stimmten die Parlamentarier für deutlich ambitioniertere Ziele: 50 Prozent der neuen Stadtbusse müssen nach ihrem Votum schon 2025 rein elektrisch fahren. Bis zum Jahr 2030 solle die Elektro-Quote für neue Busse auf 75 Prozent ansteigen. Das EU-Parlament muss dem Vorschlag des Ausschusses noch zustimmen und sich dann noch mit den EU-Staaten einigen.

Es wären die ersten CO2-Grenzwerte für Lastkraftwagen, die in der EU gelten würden. Länder wie die USA, China, Japan und Kanada haben bereits länger Marken gesetzt, um die von Lkw verursachte CO2-Belastung einzudämmen.

Bei Pkw ist in der Europäischen Union bekanntlich eine ähnlich strenge Vorgabe wahrscheinlich. Nach dem Willen der EU-Staaten soll der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß von Neuwagen bis 2030 ebenfalls um 35 Prozent sinken. Aus Zwischenziel sind 15 Prozent bis 2025 avisiert. Allerdings soll es "Nischenausnahmen" für kleinere Hersteller geben: Gemeint sind Unternehmen, die 300.000 Autos oder weniger herstellen. Sie sind von den Reduzierungsregeln ausgenommen. Darauf haben sich die EU-Umweltminister jüngst nach zähen Verhandlungen geeinigt. Endgültig entschieden wird das Ziel demnächst in Verhandlungen zwischen Vertretern von Rat, Kommission und Parlament, also dem sogenannten Trilog. Der Ausgang ist offen.

euractiv.com, europarl.europa.eu


20.06.2018

Bund fördert CO2-arme Lkw

Um Speditionen den Umstieg auf Gas-, Wasserstoff- oder Elektro-Fahrzeuge zu erleichtern, will die Regierung ihnen schon bald finanziell unter die Arme greifen.

Berlin.
Der Bund will Spediteuren mit Zuschüssen in Millionenhöhe die Anschaffung klimafreundlicherer Fahrzeuge erleichtern. "Wir wollen Speditionen dabei unterstützen, auf umweltfreundliche Lkw umzusteigen", sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". Demnach will das Ministerium energieeffiziente oder CO2-arme Lkw bis 2020 mit jährlich 10 Millionen Euro fördern.

Den Zuschuss soll es für Lkw und Sattelzugmaschinen mit Erdgas- oder Flüssiggasantrieb geben, aber auch für Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge, die für den Güterverkehr bestimmt sind. Erste Anträge sollen voraussichtlich noch im Juli beim Bundesamt für Güterverkehr gestellt werden können. Der Zuschuss pro Unternehmen soll auf maximal 500.000 Euro begrenzt werden.

Der Zuschuss ist ein weiterer Ansporn für Transportunternehmen, zumindest teilweise auf umweltschonendere Fahrzeuge umzusteigen. Einen ersten Anreiz hatte Scheuer mit der Aussicht auf Mautbefreiung für E-Lkw ab 2019 gesetzt. Dadurch könnten Unternehmer im Schnitt 5000 Euro pro Elektrofahrzeug und Jahr sparen. (dpa/jt)


23.07.2017

Deutsche Post DHL Group beschließt Null-Emissionen-Logistik bis 2050

Deutsche Post DHL Group, der weltweit größte Post- und Logistikdienstleister, will bis 2050 alle logistikbezogenen Emissionen netto auf null reduzieren. Das Unternehmen trägt damit zur Zielerreichung des Pariser Klimaschutzabkommens bei, die globale Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, und unterstützt ebenso die Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Auch strebt das Unternehmen eine Rolle als Marktführer in der grünen Logistik an und wird die Kunden in noch größerem Umfang als bisher dabei unterstützen, dass diese ihre eigenen Klimaschutzziele erreichen. "Wir entscheiden heute, in welcher Welt wir und unsere Kinder in 30 Jahren leben werden", erklärt Frank Appel, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Post DHL Group.


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